Flemming verlangt bei Seniorenkongress umfassende Gleichbehandlung älterer Menschen!

Brüssel, 29. April 2004 (ÖVP-PK) "Die dramatisch veränderte Lebenserwartung - immerhin hat ein Kind, das heute geboren wird, die Chance, 100 Jahre alt zu werden - muss unsere Gesellschaft und die Lebenswirklichkeit aller Generationen verändern. Die neue Generation der 60- bis 80-Jährigen ist eine voll im Leben stehende Generation, mit allen Rechten und Pflichten. Es ist sehr wichtig, dass dies einmal ins Bewusstsein der Menschen dringt", so die ÖVP-Europa-abgeordnete und Sprecherin der Europäischen Senioren Union (ESU) Dr. Marilies Flemming anlässlich eines dreitägigen ESU-Kongresses in Bonn.****

Als positiv erwähnte Flemming die Anti-Diskriminierungs-richtlinie der EU im Bereich der Beschäftigung. "Diese Richtlinie aus dem Jahr 2000 fordert die Mitgliedstaaten auf, jegliche Diskriminierung u.a. aufgrund Alters in Beschäftigung und Beruf -egal ob im öffentlichen oder privaten Bereich - zu untersagen. Die Tatsache, dass trotz Ablauf der Umsetzungsfrist im Dezember 2003 zahlreiche Mitgliedstaaten die Richtlinie bis dato noch nicht in ihr nationales Recht umgesetzt, sondern sogar noch um Verlängerung der Frist bis zum Jahr 2006 gebeten haben, ist äußerst bedenklich", so Flemming. Die Seniorensprecherin fordert daher die Mitgliedstaaten eindringlich zum Umsetzung dieser so wichtigen Rechtsvorschrift der EU auf. "Was die derzeitige Erarbeitung einer neuen EU-Richtlinie zur Verwirklichung der Gleichbehandlung älterer Menschen außerhalb des Arbeitsplatzes - also insbesondere in den Bereichen Versicherung und Pensionen - betreffe, so werte ich diese als durchaus unterstützenswert".

Überdies verlangte Flemming, dass das von der EU und dem Europäischen Parlament geforderte, verfassungsrechtlich abgesicherte Verbot der Diskriminierung auf Grund des Alters so rasch wie möglich in die Österreichische Bundesverfassung finden solle. "Ein Diskriminierungsverbot auf Grund des Alters müsse vor allem klarstellen, dass das Recht auf Arbeit nicht mit 65 oder gar 60 Jahren beendet werden darf, sondern ausschließlich durch gesundheitliche Probleme zu Ende gehen dürfe", so Flemming weiter.

"Länger-leben-dürfen heißt länger das Recht und die Pflicht zu haben, für die Gesellschaft und für die Familien sinnvoll tätig zu sein. Es ist daher dringend nötig, dass entsprechende Gesetze erlassen und Maßnahmen ergriffen werden, um dies auch Realität werden zu lassen", so Flemming abschließend.

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Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED Presse, Tel.: 0032-47579 00 21 =

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