Arbeitslosenversicherung für atypisch Beschäftigte kommt doch nicht

Diese Beschäftigten gelten somit weiterhin als ArbeitnehmerInnen 2. Klasse

Wien (GPA/ÖGB) - "Der erste Vorschlag zur Änderung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes hinsichtlich einer Arbeitslosenversicherung für Selbständige war für uns nicht akzeptabel. Dass jetzt das Vorhaben der Einführung einer Arbeitslosenversicherung für atypisch Beschäftigte jedoch völlig ad acta gelegt wird, ist für uns schlichtweg ein Schlag ins Gesicht", so Andrea Schober von der Interessengemeinschaft work@flex von der GPA.++++

Eine Arbeitslosenversicherung für atypisch Beschäftigte wäre ein erster Schritt, um einen einheitlicheren ArbeitnehmerInnenbegriff auch rechtlich auszugestalten. Derzeit sind die meisten Rechte von ArbeitnehmerInnen für atypisch Beschäftigte bloße Wunschvorstellungen. Ganz anders stellt sich die Situation bei den Pflichten der 'Atypischen' dar.

"Für uns ist die Herausnahme der Bestimmungen betreffend Arbeitslosenversicherung für Atypische ein Signal dafür, dass dem Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein eindeutig die Anliegen der Wirtschaft näher sind, als jene der ArbeitnehmerInnen", so Schober von der work@flex abschließend.

ÖGB, 29. April
2004
Nr. 287

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