• 21.04.2004, 12:59:04
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FUHRMANN: GEÄNDERTEM FAMILIENBILD MUSS RECHNUNG GETRAGEN WERDEN

ÖVP-Jugendsprecherin bei der parlamentarischen Enquete
"Familie-Generationen-Solidarität"

Wien, 21. April 2004 (ÖVP-PK) Seit den 60er Jahren ändert sich das
Familienbild grundlegend, wie dies heute auch Univ.Prof. Dr. Manfred
Prisching vom Institut für Soziologie an der
Karl-Franzens-Universität Graz eindrucksvoll bei der
parlamentarischen Enquete "Familie-Generationen-Solidarität"
geschildert hat. Obwohl laut Studien das klassische Familienmodell
nach wie vor angestrebt wird, sieht es in der Realität dann anders
aus: die klaren Rollenzuschreibungen lösen sich auf; Beziehung wird
gestaltbar, es gibt neue Lebensmodelle. Diesem Wandel muss auch die
Politik Rechnung tragen und Unterstützung geben, sagte
ÖVP-Jugendsprecherin Abg. Silvia Fuhrmann heute, Mittwoch. ****

Die Prinzipien, denen sich die ÖVP-Familienpolitik verpflichtet
fühlt, gehen in die richtige Richtung: Besonders wichtig seien dabei
Partnerschaftlichkeit und Wahlfreiheit. Niemanden sollte vorgegeben
werden, wie das individuelle Lebensmodell auszusehen habe. "Wie
Prisching in seinem Vortrag erläuterte, ist auch die Änderung des
Frauenbildes zentral für den Wandel des Familienmodells
verantwortlich. Frauen trachten - wie auch die Männer - immer mehr
danach, im Beruf zu bleiben, beziehungsweise nur kurze
Ausstiegszeiten zu nehmen. Das Bekenntnis zu einem
partnerschaftlichen Lebensmodell bedeutet Gleichrangigkeit auf allen
Ebenen", so Fuhrmann. Mit der Berufstätigkeit beider Partner müsse
zunehmend gerechnet werden. "Der Staat hat dafür die
Rahmenbedingungen zu schaffen und Hilfe zu geben. Es geht nicht mehr
um ein "entweder oder", sondern um ein "sowohl als auch". Viele junge
Frauen wollen zunächst eine gute Ausbildung und einen Job, bevor sie
sich für Kinder entscheiden, so Fuhrmann, die positive Veränderungen
im Bereich der weiblichen Weiterbildung ortetet. So sei ein
Gleichstand beim Entwicklungsniveau erreicht. Der Frauenanteil an den
Universitäten liegt derzeit bei über 50 Prozent, bei den
Erstzugelassenen hatten die Frauen im Oktober mit rund 57 Prozent
bereits eine deutliche Mehrheit. "Trotzdem haben sich die
Rollenbilder leider noch nicht im selben Ausmaß verändert. Nach wie
vor seien Frauen beim Einkommen benachteiligt. Fuhrmann sieht bei den
Frauen allgemein noch ein großes Manko im Bereich "Networking",
erkennt aber zumindest in der ÖVP schon einige gute Ansätze.

Fuhrmann erinnerte daran, dass viele langjährige Forderungen von
Frauen bereits umgesetzt wurden, und verwies auf das
Kinderbetreuungsgeld für alle und das Anheben der Zuverdienstgrenze.
Positiv sieht Fuhrmann die heutige Aussage von Frauenministerin Maria
Rauch-Kallat, auch die Quote der Väterkarenz von derzeit nur zwei
Prozent erhöhen zu wollen. "Es darf nicht sein, dass Männer
ausgelacht oder diskriminiert werden, wenn sie in Karenz gehen
wollen", so Fuhrmann. Dazu sei es aber auch notwendig, die
Einkommensschere zu verringern.

Die Familie werde nun auch im Steuerrecht verankert, hob Fuhrmann
den vorgesehenen Kinderzuschlag zum Alleinverdiener- bzw.
Alleinerzieherabsetzbetrag hervor. Die Steuerentlastung komme vor
allem kleineren Einkommensbezieher zugute: 43 Prozent aller
Lohnsteuer- bzw. Einkommenssteuerpflichtige - das sind 2,55 Millionen
Menschen - zahlen in Zukunft keine Lohn- und Einkommenssteuer. "Auch
diese Maßnahme kommt primär Frauen zugute", so Fuhrmann abschließend.
(Schluss)

OTS0175    2004-04-21/12:59

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