• 19.04.2004, 13:47:11
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Erste Übertragung von EKG-Daten per UMTS

Charité, Vitaphone und Vodafone stellen neues Verfahren zur Diagnostik von Herz-Rhythmusstörungen vor

Hannover/Berlin/Düsseldorf/Man (OTS) - Premiere auf der Hannover
Messe: Erstmals wird anlässlich der Hannover Messe (19. April bis 24.
April 2004) die Übertragung von EKG-Daten von Herz-Patienten per UMTS
in ein medizinisches Service Center vorgestellt. Das Berliner
Universitätsklinikum Charité präsentiert diese Technologie gemeinsam
mit seinen Partnern Vitaphone GmbH und Vodafone D2 GmbH im Rahmen des
Projektes "Partnership for the Heart" auf dem Stand des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Nutzung von UMTS
eröffnet den Ärzten neue Perspektiven, können doch jetzt große
Datenmengen innerhalb kürzester Zeit mittels Mobilfunk übermittelt
werden - und das mit bis zu sechsfacher ISDN-Geschwindigkeit. In
Deutschland sterben pro Stunde ca. zehn Menschen durch den
plötzlichen Herztod, pro Jahr mehr als 80.000. Vor allem Patienten
nach einem Herzinfarkt sind gefährdet. Bei 80 bis 90 Prozent der
Patienten sind Herz-Rhythmusstörungen die Ursache des plötzlichen
Herztodes. Risiko-Patienten müssen deshalb frühzeitig identifiziert
werden.

Die EKG-Monitoring-Card Vitaphone 100 IR bietet hier in Verbindung
mit einem UMTS-fähigen Mobiltelefon neue Möglichkeiten. Kaum größer
als eine Scheckkarte, erweitert sie die Basis der kardiologischen
Diagnostik in Klinik und Praxis durch die Telemedizin erheblich. Dies
gilt insbesondere für den Indikationsbereich der
Herz-Rhythmusstörungen, speichert doch die Card bis zu drei EKG´s
vollautomatisch. Auch die korrekte Funktion und Einstellung von
Herzschrittmachern lässt sich mit der EKG-Monitoring-Card Vitaphone
100 IR einfach und sicher überprüfen.

Gerade die kurzen Herz-Rhythmusstörungen, die diagnostisch schwer
erfassbar sind, seien besonders gefährlich, erläutert Professor Dr.
med. Gert Baumann, Direktor der medizinischen Klinik mit Schwerpunkt
Kardiologie, Pulmologie, Angiologie an der Charité. Mit der
EKG-Monitoring-Card Vitaphone 100 IR, die der Patient um den Hals
trägt, kann er jederzeit und überall unter Alltagsbedingungen ein EKG
aufzeichnen. Einfach, per Knopfdruck und immer dann, wenn er das
Gefühl hat, sein Herz gerät aus dem Takt. Anschließend übermittelt
die Card die EKG-Daten automatisch an das Mobiltelefon. Und das
wiederum sendet das EKG vollautomatisch per UMTS an das medizinische
Service Center. Unmittelbar darauf wird den behandelnden Ärzten das
EKG zur Beurteilung in Klinik oder Praxis per Telefax, E-Mail oder
auf einem passwortgeschütztem Server im Internet zur Verfügung
gestellt. Sie erhalten so wichtige zusätzliche Informationen zur
Diagnostik und für die Therapie.

Mit der Vorgängertechnologie konnte die Aufklärungsquote bei den
Ursachen von Herz-Rhythmusstörungen innerhalb von sieben Tagen um 35
Prozent auf 85 Prozent gesteigert werden. Ähnliche Ergebnisse erwarte
man auch beim Einsatz der neuen Technologie. Herkömmlichen
Technologien, wie beispielsweise das Langzeit-EKG, erreichen
eineAufklärungsquote von weniger als 50 Prozent im gleichen Zeitraum,
stellt Professor Baumann fest.

Steht UMTS als Übertragungstechnologie europaweit zur Verfügung,
so eröffnen sich mittelfristig zahlreiche telemedizinische
Anwendungsmöglichkeiten. Dabei reicht das Spektrum von der
Patientendatenübertragung aus dem Notarztwagen in das Zielkrankenhaus
über ein 24-Stunden-Echzeit-EKG bis hin zum Austausch von Bilddaten
zwischen Kliniken. Auch die kontinuierliche Überwachung von
Hochrisikopatienten außerhalb der Klinik wird mit Hilfe der neuen
Mobilfunktechnologie UMTS möglich werden.

Experten des Informationszentrums Mobilfunk e.V. (IZMF) haben
errechnet, dass schon heute durch die konsequente Anwendung der
Telemedizin bei der Versorgung chronisch Kranker 10 bis 30 Prozent
der jährlichen Versorgungskosten eingespart werden könnten. Die
Qualität von Diagnostik und Therapie würde verbessert, die
medizinische Versorgung beschleunigt und effizienter. Vorhandene
Ressourcen würden wirtschaftlicher genutzt.

Davon ist auch Karl-Ludwig Dilfer, Geschäftsführer Vertrieb der
Vodafone D2 GmbH, überzeugt. Vodafone D2 engagiere sich gemeinsam mit
Partnern wie der Charité und Vitaphone bei der Entwicklung
telemedizinischer Anwendungen, da man davon überzeugt sei, chronisch
kranken Menschen mit Hilfe der Mobilfunktechnologie ein Stück mehr
Sicherheit und Lebensqualität zurückgeben zu können.

Achtung Redaktionen: Terminhinweis!

Hannover Messe
   20. April 2004
   9.00 Uhr
   Halle 18, Stand-Nr. E 10

Bundesministerin Edelgard Bulmahn besucht den Stand des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Sie wird Ihre EKG-Daten
aufzeichnen. Anschließend wird deren Übertragung mit einem
UMTS-Handy-Prototypen über das Vodafone UMTS-Netz sowie die
anschließende Auswertung demonstriert.

ots Originaltext: Vitaphone GmbH

Bildmaterial stellen wir Ihnen gerne kostenlos zur Verfügung.
Bitte sprechen Sie uns bei Bedarf an!

OTS0160    2004-04-19/13:47

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