• 19.04.2004, 13:21:09
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Wiener Grüne: Rasche Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsmarktsituation für Jugendliche gefordert

Arbeitsmarktpolitische Sprecherin Vana: "Endlich Lehrlingsfonds
einrichten"

Wien (Grüne) - Das Ergebnis des heutigen Arbeitsmarktgesprächs
zwischen Finanzstadtrat Rieder und Wirtschaftsminister Bartenstein
bewertete die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Wiener Grünen,
LAbg. Monika Vana heute als "äußerst dürftig": "Der Ball wird ständig
nur hin und hergeschoben, ohne auch nur einen Ausbildungsplatz mehr
zu schaffen. Bei den Treffen wurde zunehmend Arbeitsmarktpolitik
inszeniert, anstatt konkrete Verbesserungen für die Hunderttausenden
Betroffenen zu schaffen." Vana weist darauf hin, dass unabhängig vom
Bund Wien einen eigenständigen Handlungsbedarf hat, der sich nicht
weg diskutieren läßt. Ich erwarte von Finanzstadtrat Rieder
außerdem, dass er die versprochenen 2 Millionen Euro endlich auch
ausbezahlt.

Die Situation am Wiener Arbeitsmarkt ist besonders für junge
Menschen dramatisch. Für viele Jugendliche ist jetzt schon klar, dass
sie im Herbst keine Lehrstelle habe werden. Mit dem Schulabschluss
treten sie den Beginn einer unbestimmten Arbeitslosenkarriere an.
"Langjähriges politisches Versagen wird auf dem Rücken der jungen
Menschen ausgetragen", ist Vana empört. "Wir Grüne treten daher
vehement für eine Recht auf Ausbildung ein. Kein/e Jugendliche/r darf
auf der Straße stehen."

Zur Verbesserung des Wiener Lehrstellenmarktes und der
Jugendarbeitslosigkeit fordern die Wiener Grünen die rasche
Errichtung eine Wiener Lehrlingsfonds nach dem Vorbild Vorarlbergs
mit einem Lastenausgleich zwischen den Betrieben, sowie die
Errichtung von Produktionsschulen und die Ausweitung bestehender
Arbeitsmarktprojekte für Jugendliche. Öffentliche Aufträge sollen an
beschäftigungspolitische Kriterien zum Beispiel Frauenförderpläne,
Lehrlingsausbildung etc. geknüpft werden. Des weiteren fordern die
Wiener Grünen den Ausbau der Mädchenförderung wie z.B. Matadora und
Radita und deren langfristige finanzielle Absicherung.

Vana: "Die Entwicklungen lassen darauf schließen, dass der negative
Trend sich fortsetzen wird, wenn nicht rasch Reformmaßnahmen gesetzt
werden. Es ist besonders wichtig, der geschlechtsspezifischen
Segregation am Arbeitsmarkt entgegenzuwirken, denn gerade in
wirtschaftlich schwierigeren Zeiten setzt ein
Re-Traditionalisierungsprozess ein, den es unbedingt zu stoppen gilt,
appelliert Vana an die politisch Verantwortlichen.

OTS0148    2004-04-19/13:21

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