Fischer gibt Gas mit Grazer Straßenbahn

Wien (SK) Mit einem sogenannten "Cityrunner", dem Top-Modell der Grazer Straßenbahn, gab Bundespräsidentschaftskandidat Heinz Fischer am Freitag in der Steiermärkischen Landeshauptstadt Gas. Ganz wie ein erfahrener und gelernter Straßenbahner lenkte Fischer den Zug um die Kurven. Fischer, der vom Betriebsratsvorsitzenden der Grazer Verkehrsbetriebe, Horst Schachner, dazu eingeladen wurde bei einer Betriebsversammlung vorbeizuschauen, betonte vor versammelter Mannschaft: "Wichtige Entscheidungen sollen und müssen gemeinsam getroffen werden, sei es in der Privatwirtschaft oder in der Politik. Dinge, wie Pensions- und Gesundheitsreform mit hohem Tempo durchzupeitschen, ohne sich um die Anliegen der Menschen zu kümmern, nach dem Motto "speed kills", ist ganz sicher der falsche Weg".****

"Wer es gut meint mit der Demokratie, der muss auch für soziale Gerechtigkeit eintreten", unterstrich Fischer im Anschluss daran bei einer Veranstaltung vor mehr als Tausend Menschen am Hauptplatz von Weiz. Die soziale Struktur stehe in einem direkten Zusammenhang mit dem demokratischen System, zu große soziale Ungerechtigkeit lasse daher Spannungen entstehen und belaste die Demokratie, wie die Geschichte mehrfach beweise, so Fischer weiter. Ein besonders großes Anliegen zahlreicher Menschen war auch diesmal die Neutralität und die direkte Aufforderung vieler Menschen im persönlichen Gespräch mit Heinz Fischer, sich für diese einzusetzen und sie zu bewahren. "Gerade in der Solidarität, im Frieden und in der Neutralität liegt Österreichs große Chance. Diese drei so wichtigen Werte verstehe ich als Gesamtkonzept einer sinnvollen österreichischen Außenpolitik", betonte Fischer unter großem Beifall der Weizer Bevölkerung.

Beim darauffolgenden Besuch eines Volkshilfe-Seniorenwohnheims in Wetzelsdorf unterhielt sich der Bundespräsidentschaftskandidat mit zahlreichen Heimbewohner/innen über deren Sorgen und Anliegen und würdigte die Wichtigkeit sozialer und humanitärer Einrichtungen. Ein Zwischenstop künstlerischer Natur stand dann in der Remise des GKB-Bahnhofs in Graz auf dem Programm. Die Präsentation des Buchs "Mehr als soziokulturelle Chancen seit 1977", einem Kompendium von mehr als 200 Kunstprojekten aus allen Sparten, nahm Fischer einmal mehr zum Anlass, seine Überzeugung zu unterstreichen, gerade als Bundespräsident ein Vermittler und Dialogpartner für Kunst und Wissenschaft sein zu wollen. - "Und ich bin auch zutiefst davon überzeugt, dass ich es schaffen werde". (Schluss) rr

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