• 17.04.2004, 09:18:11
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Fischer gibt Gas mit Grazer Straßenbahn

Wien (SK) Mit einem sogenannten "Cityrunner", dem Top-Modell der
Grazer Straßenbahn, gab Bundespräsidentschaftskandidat Heinz Fischer
am Freitag in der Steiermärkischen Landeshauptstadt Gas. Ganz wie ein
erfahrener und gelernter Straßenbahner lenkte Fischer den Zug um die
Kurven. Fischer, der vom Betriebsratsvorsitzenden der Grazer
Verkehrsbetriebe, Horst Schachner, dazu eingeladen wurde bei einer
Betriebsversammlung vorbeizuschauen, betonte vor versammelter
Mannschaft: "Wichtige Entscheidungen sollen und müssen gemeinsam
getroffen werden, sei es in der Privatwirtschaft oder in der Politik.
Dinge, wie Pensions- und Gesundheitsreform mit hohem Tempo
durchzupeitschen, ohne sich um die Anliegen der Menschen zu kümmern,
nach dem Motto "speed kills", ist ganz sicher der falsche Weg".****

"Wer es gut meint mit der Demokratie, der muss auch für soziale
Gerechtigkeit eintreten", unterstrich Fischer im Anschluss daran bei
einer Veranstaltung vor mehr als Tausend Menschen am Hauptplatz von
Weiz. Die soziale Struktur stehe in einem direkten Zusammenhang mit
dem demokratischen System, zu große soziale Ungerechtigkeit lasse
daher Spannungen entstehen und belaste die Demokratie, wie die
Geschichte mehrfach beweise, so Fischer weiter. Ein besonders großes
Anliegen zahlreicher Menschen war auch diesmal die Neutralität und
die direkte Aufforderung vieler Menschen im persönlichen Gespräch mit
Heinz Fischer, sich für diese einzusetzen und sie zu bewahren.
"Gerade in der Solidarität, im Frieden und in der Neutralität liegt
Österreichs große Chance. Diese drei so wichtigen Werte verstehe ich
als Gesamtkonzept einer sinnvollen österreichischen Außenpolitik",
betonte Fischer unter großem Beifall der Weizer Bevölkerung.

Beim darauffolgenden Besuch eines Volkshilfe-Seniorenwohnheims in
Wetzelsdorf unterhielt sich der Bundespräsidentschaftskandidat mit
zahlreichen Heimbewohner/innen über deren Sorgen und Anliegen und
würdigte die Wichtigkeit sozialer und humanitärer Einrichtungen. Ein
Zwischenstop künstlerischer Natur stand dann in der Remise des
GKB-Bahnhofs in Graz auf dem Programm. Die Präsentation des Buchs
"Mehr als soziokulturelle Chancen seit 1977", einem Kompendium von
mehr als 200 Kunstprojekten aus allen Sparten, nahm Fischer einmal
mehr zum Anlass, seine Überzeugung zu unterstreichen, gerade als
Bundespräsident ein Vermittler und Dialogpartner für Kunst und
Wissenschaft sein zu wollen. - "Und ich bin auch zutiefst davon
überzeugt, dass ich es schaffen werde". (Schluss) rr

OTS0006    2004-04-17/09:18

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