Wirtschaftsverband Wien (SPÖ): Die Zeiten, in denen Wirtschaftsbund und Wirtschaftskammer gleich Eins waren, sind endgültig vorbei

Entscheidung über Wirtschaftskammer Präsident wird immer noch durch die WählerInnen und nicht vom Wirtschaftsbund getroffen

Wien (OTS) - Heute wurde Brigitte Jank als zukünftige Präsidentin des Wirtschaftsbundes Wien der Öffentlichkeit präsentiert. "Dabei wurde die Überheblichkeit des Wirtschaftsbundes wieder einmal deutlich sichtbar, da Nettig und Co. automatisch davon ausgehen, dass Jank auch die zukünftige Kammerpräsidentin Wiens sei. Dies mag zwar bis zur nächsten Wahl gelten, aber im Frühjahr 2005 werden die Wiener UnternehmerInnen entscheiden, wer tatsächlich die Nachfolge Nettigs als Kammerpräsident antreten wird", so KR Günter Wandl, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Wien.

Und wenn es nach dem Stimmungsbarometer bei den Wiener Gewerbetreibenden geht, dann ist bei der nächsten Wahl durchaus mit einem Kopf an Kopf Rennen zwischen LAbg. Fritz Strobl, Präsident des Wirtschaftsverbandes Wien und dem Wirtschaftsbund zu rechnen. "Bei zahlreichen Betriebsbesuchen, die wir nach der Rückzugsankündigung Nettigs absolviert haben, wurde seitens der UnternehmerInnen immer wieder eine stabile und kompetente Achse zwischen Politik und Wirtschaft gefordert. Dem Wirtschaftsbund wird jedoch diese Kompetenz nicht mehr zugestanden", bekräftigt Wandl. Bereits das innerparteiliche Chaos, das die Rückzugsankündigung Nettigs auslöste, machte dies deutlich. Mit Verwunderung nahm damals die Öffentlichkeit die Turbulenzen zwischen ÖVP und Wirtschaftsbund zur Kenntnis. "Das Vertrauen der UnternehmerInnen in den Wirtschaftsbund ist seitdem massiv gesunken", konstatiert Wandl.

Der von Nettig einstweilen eingesetzte geschäftsführende Obmann des Wirtschaftsbundes Wien Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft war ebenso nur ein mediales Täuschungsmanöver Nettigs wie Dr. Fritz Aichinger, Obmann der Sparte Handel. "Sowohl Aichinger als auch Bitzinger hatten als hoch favorisierte Kandidaten scheinbar keine Chance gegen die von Nettig bevorzugte Immobilienmaklerin Brigitte Jank. Dies verwundert doppelt. Denn einerseits galten beide jahrelang als Nettigs Kronprinzen und andererseits stehen sie an der Spitze der sehr selbstbewussten und mächtigen Sparten Tourismus und Handel. Die Kandidatur Janks zeigt einmal mehr, dass Walter Nettig auch nach seinem Rückzug die politische Macht im Wirtschaftsbund behalten will", sagt Wandl.

"Die Zeit wird weisen, ob Brigitte Jank nur der verlängerte Arm Nettigs ist, oder ob sie sich von ihrem politischen Mentor emanzipieren kann und ihren eigenständigen wirtschaftspolitischen Kurs einschlagen wird", betont Wandl. Die neoliberale Politik der schwarz-blauen Bundesregierung gefährdet mit ihren für Klein- und Mittelbetriebe feindlichen Maßnahmen tagtäglich mehr die Wiener Wirtschaft.

"Es ist jetzt nicht die Zeit für wirtschaftspolitische Experimente einer Newcomerin. Wien braucht eine verlässliche Achse zwischen Politik und Wirtschaft. Diese Stabilität garantiert lediglich Fritz Strobl, Präsident des Wirtschaftsverbandes Wien und Wirtschaftssprecher der SPÖ Wien, der seit vielen Jahren sein wirtschaftliches Know-how in die Politik einbringt und gemeinsam mit der Stadtregierung erfolgreich für die Wiener Wirtschaft arbeitet", schloss Wandl.

Wien, am 16.04.2004

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