- 16.04.2004, 17:03:09
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"Schutz 2004": Fiktive Brückensprengung im Lavanttal
BM Platter, Sicherheitsdirektor Slamanig und Militärkommandant Ebner: sehr gute Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden und Bundesheer - Main Event in Mettersdorf erfolgreich verlaufen
Klagenfurt (LPD) - Übungsannahme war ein Terroranschlag auf eine
Straßenbrücke in Mettersdorf bei St. Andrä. 250 Einsatzkräfte, der
Exekutive, des Bundesheeres, der Freiwilligen Feuerwehren und des
Roten Kreuzes versorgten über 20 Verletzte, bei deren Bergung sogar
Heereshubschrauber im Einsatz waren. Auch um die Auswirkungen eines
fiktiven Verkehrsunfalls mit einem Gefahrenguttransport mussten sich
die Organisationen in weiterer Folge kümmern. Ein spektakuläres, aber
hoch aktuelles Szenario, das heute, Freitag, den Main Event und
Abschluss des ersten Teils der großen Sicherheitsübung "Schutz 2004"
bildete, welcher laut Verteidigungsminister Günther Platter, Kärntens
Sicherheitsdirektor Albert Slamanig und Kärntens Militärkommandant
Generalmajor Gerd Ebner sehr erfolgreich verlaufen ist.
Der Verteidigungsminister wies im Hinblick auf die jüngsten
Terroranschläge in Spanien auf die hohe Aktualität der Übungsannahme
bei "Schutz 2004" hin, betonte aber gleichzeitig, dass diese
Szenarien schon vor über einem Jahr ausgearbeitet worden seien.
Weiters sprach Platter von einer "großen Erwartungshaltung" seitens
der Bevölkerung, der man stets ein "höchstes Maß an Sicherheit"
bieten wolle. Im Rahmen der Sicherheitsübung habe sich auch gezeigt,
dass die Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden und dem
Bundesheer sehr gut funktioniere, es habe während dem Manöver auch
keinerlei Schwierigkeiten gegeben.
Der Sicherheitsdirektor sprach von "Neuland", das bei "Schutz
2004" beschritten worden sei. Noch nie hätten zivile Organisationen
und das Bundesheer in solch großem Rahmen und
bundesländerübergreifend zusammen geübt. Das Zusammenwirken konnte
Slamanig dennoch als "konstruktiv, vertrauensvoll und effektiv"
beschreiben. Nun stünden eine tiefgreifende Evaluation und genaue
Prüfung der Ergebnisse des Manövers bevor, die laut dem
Sicherheitsdirektor eine "Grundlage für die Zukunft" bilden sollen.
Auch Militärkommandant Ebner sprach von einer sehr guten
Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden und dem Bundesheer
sowie einer unproblematischen Abwicklung der Übung. Wichtig seien
auch der erfolgte Vertrauensaufbau und das gegenseitige Kennen lernen
gewesen. Insgesamt beschreite man gemeinsam einen "optimalen Weg zur
Abdeckung der Sicherheit der Bevölkerung". Während der ersten Woche
von "Schutz 2004" seien die Soldaten des Bundesheeres im Rahmen des
sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzes als "Hilfspolizei"
eingesetzt worden, erklärte Ebner außerdem. Die dazu nötige
Ausbildung durch die Sicherheitsbehörden sei ebenfalls "reibungslos"
verlaufen. Probleme ortete der Militärkommandant lediglich bei der
geringen Reichweite der Fernmeldeausstattung des Bundesheeres sowie
bei der mangelnden Ausrüstung für diverse Kontrolltätigkeiten.
Erfolgreich verlaufen ist jedenfalls auch die heutige
koordinierte Katastrophenschutzübung in Mettersdorf. Die Alarmierung
der Einsatzkräfte sei dabei über den Notruf 133 der Landesalarm- und
Warnzentrale erfolgt, erklärte der Katastrophenschutzbeauftragte des
Landes Kärnten, Egon Rauter. 20 Gendarmen, etwa 30 Rotkreuzhelfer,
rund 50 Feuerwehrleute und 150 Mann des Bundesheeres seien in Folge
unter Leitung der Exekutive im Einsatz gewesen, so der
sicherheitspolitische Pressesprecher für Kärnten, Hauptmann Erich
Londer. Beim fiktiven Zwischenfall mit dem Gefahrenguttransport -
Annahme war das Austreten radioaktiven Materials - waren laut
Oberstleutnant Arno Kronhofer, dem Leiter der Abteilung für
Öffentlichkeitsarbeit des Militärkommando Kärnten, Spürtrupps des
Innenministeriums und ein ABC-Abwehrzug aus Vorarlberg im Einsatz.
Unterdessen habe des Villacher Pionierbataillon 1 mit dem Bau einer
Ersatzbrücke über die Lavant begonnen.
Beim Main Event in Mettersdorf ebenfalls dabei waren der
Bezirkshauptmann von Wolfsberg, Arthur Traußnig, der
Landesrettungskommandant Georg Tazoll, und der
Bezirksfeuerwehrkommandant von Wolfsberg, Bernhard Schütz. Groß war
auch das Interesse der Bevölkerung und der Medienvertreter aus
Kärnten, der Steiermark und Wien.
(S E R V I C E: Bei Rückfragen zur Übung "Schutz 2004" wenden Sie
sich bitte an: Hauptmann Erich Londer, Landesgendarmeriekommando
Kärnten, Tel.: 0664/2100047 oder an Oberstleutnant Arno Kronhofer,
Militärkommando Kärnten, Tel.: 0664/6224305)
(Schluss)
OTS0211 2004-04-16/17:03
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