"Schutz 2004": Fiktive Brückensprengung im Lavanttal

BM Platter, Sicherheitsdirektor Slamanig und Militärkommandant Ebner: sehr gute Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden und Bundesheer - Main Event in Mettersdorf erfolgreich verlaufen

Klagenfurt (LPD) - Übungsannahme war ein Terroranschlag auf eine Straßenbrücke in Mettersdorf bei St. Andrä. 250 Einsatzkräfte, der Exekutive, des Bundesheeres, der Freiwilligen Feuerwehren und des Roten Kreuzes versorgten über 20 Verletzte, bei deren Bergung sogar Heereshubschrauber im Einsatz waren. Auch um die Auswirkungen eines fiktiven Verkehrsunfalls mit einem Gefahrenguttransport mussten sich die Organisationen in weiterer Folge kümmern. Ein spektakuläres, aber hoch aktuelles Szenario, das heute, Freitag, den Main Event und Abschluss des ersten Teils der großen Sicherheitsübung "Schutz 2004" bildete, welcher laut Verteidigungsminister Günther Platter, Kärntens Sicherheitsdirektor Albert Slamanig und Kärntens Militärkommandant Generalmajor Gerd Ebner sehr erfolgreich verlaufen ist.

Der Verteidigungsminister wies im Hinblick auf die jüngsten Terroranschläge in Spanien auf die hohe Aktualität der Übungsannahme bei "Schutz 2004" hin, betonte aber gleichzeitig, dass diese Szenarien schon vor über einem Jahr ausgearbeitet worden seien. Weiters sprach Platter von einer "großen Erwartungshaltung" seitens der Bevölkerung, der man stets ein "höchstes Maß an Sicherheit" bieten wolle. Im Rahmen der Sicherheitsübung habe sich auch gezeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden und dem Bundesheer sehr gut funktioniere, es habe während dem Manöver auch keinerlei Schwierigkeiten gegeben.

Der Sicherheitsdirektor sprach von "Neuland", das bei "Schutz 2004" beschritten worden sei. Noch nie hätten zivile Organisationen und das Bundesheer in solch großem Rahmen und bundesländerübergreifend zusammen geübt. Das Zusammenwirken konnte Slamanig dennoch als "konstruktiv, vertrauensvoll und effektiv" beschreiben. Nun stünden eine tiefgreifende Evaluation und genaue Prüfung der Ergebnisse des Manövers bevor, die laut dem Sicherheitsdirektor eine "Grundlage für die Zukunft" bilden sollen.

Auch Militärkommandant Ebner sprach von einer sehr guten Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden und dem Bundesheer sowie einer unproblematischen Abwicklung der Übung. Wichtig seien auch der erfolgte Vertrauensaufbau und das gegenseitige Kennen lernen gewesen. Insgesamt beschreite man gemeinsam einen "optimalen Weg zur Abdeckung der Sicherheit der Bevölkerung". Während der ersten Woche von "Schutz 2004" seien die Soldaten des Bundesheeres im Rahmen des sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzes als "Hilfspolizei" eingesetzt worden, erklärte Ebner außerdem. Die dazu nötige Ausbildung durch die Sicherheitsbehörden sei ebenfalls "reibungslos" verlaufen. Probleme ortete der Militärkommandant lediglich bei der geringen Reichweite der Fernmeldeausstattung des Bundesheeres sowie bei der mangelnden Ausrüstung für diverse Kontrolltätigkeiten.

Erfolgreich verlaufen ist jedenfalls auch die heutige koordinierte Katastrophenschutzübung in Mettersdorf. Die Alarmierung der Einsatzkräfte sei dabei über den Notruf 133 der Landesalarm- und Warnzentrale erfolgt, erklärte der Katastrophenschutzbeauftragte des Landes Kärnten, Egon Rauter. 20 Gendarmen, etwa 30 Rotkreuzhelfer, rund 50 Feuerwehrleute und 150 Mann des Bundesheeres seien in Folge unter Leitung der Exekutive im Einsatz gewesen, so der sicherheitspolitische Pressesprecher für Kärnten, Hauptmann Erich Londer. Beim fiktiven Zwischenfall mit dem Gefahrenguttransport -Annahme war das Austreten radioaktiven Materials - waren laut Oberstleutnant Arno Kronhofer, dem Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des Militärkommando Kärnten, Spürtrupps des Innenministeriums und ein ABC-Abwehrzug aus Vorarlberg im Einsatz. Unterdessen habe des Villacher Pionierbataillon 1 mit dem Bau einer Ersatzbrücke über die Lavant begonnen.

Beim Main Event in Mettersdorf ebenfalls dabei waren der Bezirkshauptmann von Wolfsberg, Arthur Traußnig, der Landesrettungskommandant Georg Tazoll, und der Bezirksfeuerwehrkommandant von Wolfsberg, Bernhard Schütz. Groß war auch das Interesse der Bevölkerung und der Medienvertreter aus Kärnten, der Steiermark und Wien.

(S E R V I C E: Bei Rückfragen zur Übung "Schutz 2004" wenden Sie sich bitte an: Hauptmann Erich Londer, Landesgendarmeriekommando Kärnten, Tel.: 0664/2100047 oder an Oberstleutnant Arno Kronhofer, Militärkommando Kärnten, Tel.: 0664/6224305)
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