Gentechnik-Kennzeichnungsverordnung ab 18. April in Kraft!

ÖsterreicherInnen lehnen Genfood mehrheitlich ab. Ihnen bleibt nur die aufwändige Suche im Kleingedruckten oder gleich der Griff zu Bio!

Wien (OTS) - Auch nach Inkrafttreten der neuen EU-Kennzeichnungsregelung am 18. April bleibt es für KonsumentInnen schwierig, gentechnisch veränderte Lebensmittel zu erkennen. Der Hinweis auf Gentechnikeinsatz wird vermutlich nur mit der Lupe im Kleingedruckten der Zutatenliste zu lesen sein. Für tierische Lebensmittel wie Fleisch, Milch, Käse, Eier etc., welche unter Einsatz genmanipulierter Futtermittel erzeugt wurden, besteht keine Kennzeichnungspflicht. Für Markus Schörpf, Gentechnik-Gegner der ersten Stunde, ein bedenklicher Zustand: "Schon jetzt sind etwa 50 % der in Österreich eingesetzten verfütterten Sojaschrote genmanipuliert." Auch Lebensmittelzusatzstoffe und Aromen, welche unter Hilfenahme von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt wurden, werden für die KonsumentInnen undeklariert bleiben. Damit wird die von der EU-Kommission geforderte Wahlfreiheit bei der Kaufentscheidung praktisch unmöglich. Nur Bio-Lebensmittel und gentechnikfrei ausgezeichnete Marken sind ohne Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen hergestellt. Strenge und unabhängige Kontrollen vom Saatgut bis zum Verarbeitungsbetrieb stellen dies sicher. So werden Bio-Bauern mindestens ein Mal jährlich und Verarbeitungsbetriebe sowie Futtermittelwerke bis zu drei Mal jährlich von unabhängigen Stellen kontrolliert.

Auswirkungen von genfood auf Mensch und Tier nicht ausreichend geprüft

Nach wie vor sind die Auswirkungen der Ernährung mit genfood auf Mensch und Tier nicht ausreichend überprüft. "Genfood ist auf dem gleich niedrigen Standard geprüft wie DDT 1930! Genfood könnte auch bedenklich für Menschen sein. Mäuse, die mit Gensoja ernährt wurden, zeigten Besorgnis erregende Veränderungen an der Leber", zeichnet etwa der Risikoforscher Werner Müller ein düsteres Bild.

Damit der Bio-Landbau auch in Zukunft nicht durch Kontaminationen mit genmanipulierten Pflanzen gefährdet wird, müssen weitere umfassende Maßnahmen ergriffen werden. So etwa sind im ganzen Bundesgebiet sowie länderübergreifend mit dem benachbarten Ausland gentechnikfreie Regionen im Entstehen.

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