Grüne: Erste Beurteilung der Stundenkürzungen bei Wiener Schulen: Nicht genügend!

Berichte in der gestrigen Sitzung des Kollegiums des Wiener Stadtschulrates bestätigt Grüne Kritik, dass auf Rücken der Kinder gespart wurde.

Wien (Grüne) - "Für die SchülerInnen ist durch die Stundenkürzungen keine Entlastung eingetreten", so lautet die Bilanz der Bildungssprecherin der Wiener Grünen, GR Susanne Jerusalem nach 7 Monaten Erfahrung. Auf Wunsch der Grünen gab es in der gestrigen Sitzung des Kollegiums des Wiener Stadtschulrates Berichte aus allen Abteilungen über die Auswirkungen der Stundenkürzungen, die mit September 2003 per Verordnung des Bildungsministeriums in Kraft getreten sind.

Im Gegensatz zu ersten Vermutungen habe sich herausgestellt, dass keineswegs bei den Kreativfächern oder im Sportbereich gespart werde. Besonders betroffen seien vielmehr Sprachen, Naturwissenschaften, Geschichte und Geographie lautete etwa die Auskunft der AHS-Abteilung, was mit den Beobachtungen der Pflichtschulabteilung übereinstimmt. Es gehe Bildung verloren. Eine Entlastung finde nicht statt, da ja der selbe Lehrplan unterrichtet werden müsse wie früher. Für die berufsbildenden Schulen wurde eine weitere Verschärfung der Schnittstellenproblematik registriert. Gerade im ersten Jahr, in dem viele SchülerInnen einen besondere Unterstützung bräuchten, um den Anschluss nicht zu verpassen, sei nunmehr die Betreuung geringer. Jerusalem: "Die Kürzungen gehen eindeutig auf Kosten der SchülerInnen." Es müsse aber auch festgestellt werden, dass die Stimmung unter den PädagogInnen sehr gelitten habe, da gerade engagierte LehrerInnen, in deren Bereich gekürzt wurde, die Sparmaßnahme als Geringschätzung ihrer Arbeit wahrnehmen.

Ministerin Gehrer halte sich strikt an ihr Motto: "Ich habe ein Budget zu sanieren und damit basta", niemand sollte auch nur ein Wort von den skurrilen pädagogischen Argumentationen glauben, so Jerusalem: "Gehrer ist ein Sparefroh, alles andere ist Täuschung und Tarnung."

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