- 16.04.2004, 11:29:12
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AK-Wahl startet am Montag in Kärnten: 140.000 stimmen ab!
AK verweist auf sparsame Durchführung und Nähe zum Wähler
Klagenfurt (OTS) - Am kommenden Montag, dem 19. April startet die
Arbeiterkammer-Wahl in Kärnten. Bis einschließlich 29. April
entscheiden 139.957 Wahlberechtigte über die Zusammensetzung der
AK-Vollversammlung. Fünf Listen treten an: die Sozialdemokratischen
GewerkschafterInnen (FSG), die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA), der
Österreichische Arbeiter- und Angestelltenbund - Christliche
Gewerkschafter (ÖAAB), der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) und
erstmals die Grünen.
Spitzenkandidat der FSG ist der amtierende AK-Präsident Günther
Goach (46). Die Freiheitlichen haben den Nationalratsabgeordneten
Sigisbert Dolinschek (50) nominiert. Der ÖAAB geht mit der
Betriebsratsvorsitzenden Annemarie Adlassnig (49) in die Wahl. Die
Liste des GLB führt die Arbeiterin Antje Rehm (36), die der Grünen &
Unabhängigen Gewerkschafter der Angestellte Gerald Stimson (42) -
beide aus Klagenfurt - an. Sie werben um Mandate in der 70 Sitze
umfassenden Vollversammlung der Arbeiterkammer Kärnten.
Wahlberechtigt sind alle Arbeitnehmer, die am Stichtag, dem 29.
Dezember 2003, Mitglied der AK Kärnten waren. Sie wurden automatisch
in die Wählerliste aufgenommen. Ebenfalls stimmberechtigt sind
Lehrlinge, Karenzurlauber, Arbeitnehmer, die Präsenz-, Zivil- oder
Ausbildungsdienst leisten, sowie geringfügig Beschäftigte.
Auch Arbeitslose haben das Wahlrecht, wenn sie zuvor mindestens 20
Wochen AK-zugehörig waren. Für alle diese Personengruppen galt: sie
müssen eine Aufnahme in die Wählerliste beantragen, um endgültig
wahlberechtigt zu sein. "In Kärnten haben 4.380 Personen von dieser
Möglichkeit Gebrauch gemacht", berichtet Wahlleiter Dir. Stv. Dr.
Winfried Haider.
"Die AK will den Arbeitnehmern die Ausübung des Wahlrechts so
einfach wie möglich machen", betont Haider. Ziel ist die Nähe zum
Wähler in der Form, dass der überwiegende Teil der Stimmberechtigten
direkt am Arbeitsplatz wählen kann und dass durch die Festlegung der
Wahlzeiten auch dem Arbeitsrhythmus in Schicht- oder Saisonbetrieben
Rechnung getragen wird.
Grundsätzlich haben die Wahlberechtigten aber mehrere
Möglichkeiten der Stimmabgabe, vor Ort im Betrieb oder in einem der
acht öffentlichen Wahllokale (AK Klagenfurt oder eine der
AK-Bezirksstellen) oder per Post mit der zugestellten Briefwahlkarte
In Kärnten wurden 640 Betriebswahlsprengel eingerichtet. 88.723
Kärntner wählen damit an ihrem Arbeitsplatz. Das sind 63,4 Prozent
aller Stimmberechtigten. Kann das Wahlrecht im Betrieb nicht ausgeübt
werden (Urlaub, Dienstreise, etc.), kann noch bis heute, den 16.
April, im AK-Wahlbüro in Klagenfurt eine Wahlkarte beantragt werden.
Wer nicht im Betrieb stimmberechtigt ist, zählt zu den
Briefwählern. Dieser Kreis erhielt automatisch eine Briefwahlkarte
zugeschickt. Der Stimmzettel kann zu Hause ausgefüllt und
zurückgesandt werden. Auf diesem Weg wählen in Kärnten heuer 51.234
Personen oder 36,6 Prozent.
Wahlleiter Dr. Haider weist darauf hin, dass für die Abwicklung
der Wahl kein zusätzliches Personal aufgenommen worden ist. "Wir
rekrutieren alle Mitarbeiter aus dem Kreis der AK-Bediensteten". Die
Wahl sei so sparsam und effizient wie möglich organisiert worden. Die
Kosten für Vorbereitung und Durchführung der AK-Wahl, für Druck und
Versand der Wählerinformation sowie die Bereitstellung von Hard- und
Software beziffert Haider mit rund 800.000 Euro.
Die AK-Wahl findet alle fünf Jahre statt. Derzeit sind die
Sozialdemokraten mit 48 Mandaten (66,4 Prozent), die Freiheitlichen
mit 13 Sitzen (19 Prozent) und der ÖAAB mit neun Mandaten (13,5
Prozent) in der Vollversammlung vertreten. Die Wahlbeteiligung lag im
Jahr 2000 bei knapp 50 Prozent. 140.322 Beschäftigte waren
stimmberechtigt.
Das vorläufige Ergebnis der AK-Wahl 2004 in Kärnten wird am 30.
April, das endgültige Wahlergebnis am 3. Mai feststehen.
OTS0101 2004-04-16/11:29
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