Bartenstein: EU-Erweiterung kurbelt Außenhandel an

Außenhandelsaspekte des 1. Mai 2004 aus österreichischer Sicht - 2. Teil der BMWA-Serie zur EU-Erweiterung

Wien (BMWA-OTS) - "Im Jahr 1994, also dem letzten Jahr vor dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union, hatte der Wert der österreichischen Exporte einen Anteil von 22,5% am Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Importquote kamen auf 27,6%. Im Jahr 2002 lag der BIP-Anteil der Exporte bei 35,7%, jener der Importe bei 35,6%. Diese Zahlen illustrieren wohl auf das Deutlichste, wie sehr Österreichs Wirtschaft von der EU-Mitgliedschaft profitiert." Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein blickt zufrieden zurück auf neun erfolgreiche Jahre Österreichs in der EU. In dieser Zeit sei nicht nur das Außenhandelsvolumen gestiegen, sondern habe sich auch der traditionell negative Handelsbilanzsaldo sukzessive verringert und sich sogar zu einem Überschuss gewandelt. Wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung habe die Senkung der Handelskosten um bis zu fünf Prozent nach dem Wegfall der Grenzkontrollen innerhalb der EU, ist der Minister überzeugt.

Die EU-Erweiterung des Jahres 2004 wird mit dem Beitritt unserer Nachbarn im Norden und Osten der Erfolgsstory des Handels mit diesen Ländern neue Impulse geben, ist Bartenstein überzeugt. Seit der "Ostöffnung" des Jahres 1989 hat sich das Handelsvolumen vor allem mit den heurigen Beitrittsländern aus Mittel- und Osteuropa mehr als vervierfacht. Wenn auch die Zuwachsraten zurückgegangen sind, so liegt der Exportzuwachs in die Beitrittsländer im Vorjahr immer noch bei 3% und damit deutlich über dem Zuwachs der Gesamtexporte in Höhe von 1,4%. Der Anteil der Exporte in die Beitrittsländer stieg im letzten Jahr auf fast 13%. Die Lieferungen in diese Länder haben einen Wert von rund zehn Milliarden Euro erreicht und diese Handelsdestination zur weitaus wichtigsten Exportregion nach der "alten" EU gemacht.

Auch die Einfuhren aus den Beitrittsländern haben stark zugenommen und sind im vergangenen Jahr um 10,2% gestiegen. Mit einem Wert von rund 8,6 Milliarden Euro haben sie einen Anteil von 10,7% an den österreichischen Gesamtimporten erreicht. Damit ergibt sich für diese Handelspartner aus österreichischer Sicht ein Handelsbilanzüberschuss von über einer Milliarde Euro.

"Nach 1995 haben Österreich und die damaligen EU-Länder in ihren Handelsbeziehungn vom Wegfall der Handelsschranken profitiert, jetzt wird dieser Effekt wieder eintreten und dem Handel mit unseren neuen EU-Nachbarn, aber auch mit den neuen EU-Staaten ohne gemeinsame Grenze neue Impulse verleihen", blickt Bartenstein optimistisch in die Zukunft der EU-25.

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