• 16.04.2004, 10:59:44
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Bartenstein: EU-Erweiterung kurbelt Außenhandel an

Außenhandelsaspekte des 1. Mai 2004 aus österreichischer Sicht - 2. Teil der BMWA-Serie zur EU-Erweiterung

Wien (BMWA-OTS) - "Im Jahr 1994, also dem letzten Jahr vor dem
Beitritt Österreichs zur Europäischen Union, hatte der Wert der
österreichischen Exporte einen Anteil von 22,5% am
Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Importquote kamen auf 27,6%. Im Jahr
2002 lag der BIP-Anteil der Exporte bei 35,7%, jener der Importe bei
35,6%. Diese Zahlen illustrieren wohl auf das Deutlichste, wie sehr
Österreichs Wirtschaft von der EU-Mitgliedschaft profitiert."
Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein blickt
zufrieden zurück auf neun erfolgreiche Jahre Österreichs in der EU.
In dieser Zeit sei nicht nur das Außenhandelsvolumen gestiegen,
sondern habe sich auch der traditionell negative Handelsbilanzsaldo
sukzessive verringert und sich sogar zu einem Überschuss gewandelt.
Wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung habe die Senkung der
Handelskosten um bis zu fünf Prozent nach dem Wegfall der
Grenzkontrollen innerhalb der EU, ist der Minister überzeugt.

Die EU-Erweiterung des Jahres 2004 wird mit dem Beitritt unserer
Nachbarn im Norden und Osten der Erfolgsstory des Handels mit diesen
Ländern neue Impulse geben, ist Bartenstein überzeugt. Seit der
"Ostöffnung" des Jahres 1989 hat sich das Handelsvolumen vor allem
mit den heurigen Beitrittsländern aus Mittel- und Osteuropa mehr als
vervierfacht. Wenn auch die Zuwachsraten zurückgegangen sind, so
liegt der Exportzuwachs in die Beitrittsländer im Vorjahr immer noch
bei 3% und damit deutlich über dem Zuwachs der Gesamtexporte in Höhe
von 1,4%. Der Anteil der Exporte in die Beitrittsländer stieg im
letzten Jahr auf fast 13%. Die Lieferungen in diese Länder haben
einen Wert von rund zehn Milliarden Euro erreicht und diese
Handelsdestination zur weitaus wichtigsten Exportregion nach der
"alten" EU gemacht.

Auch die Einfuhren aus den Beitrittsländern haben stark zugenommen
und sind im vergangenen Jahr um 10,2% gestiegen. Mit einem Wert von
rund 8,6 Milliarden Euro haben sie einen Anteil von 10,7% an den
österreichischen Gesamtimporten erreicht. Damit ergibt sich für diese
Handelspartner aus österreichischer Sicht ein Handelsbilanzüberschuss
von über einer Milliarde Euro.

"Nach 1995 haben Österreich und die damaligen EU-Länder in ihren
Handelsbeziehungn vom Wegfall der Handelsschranken profitiert, jetzt
wird dieser Effekt wieder eintreten und dem Handel mit unseren neuen
EU-Nachbarn, aber auch mit den neuen EU-Staaten ohne gemeinsame
Grenze neue Impulse verleihen", blickt Bartenstein optimistisch in
die Zukunft der EU-25.

OTS0076    2004-04-16/10:59

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