Stadtführer durch das "Jüdische Wien"

Wien (OTS) - Ein Stadtführer "Jüdisches Wien" ist im Mandelbaum-Verlag erschienen. Der Führer geleitet zweisprachig - in deutsch und englisch - durch das "Jüdische Wien". Die Orte des heutigen jüdischen Lebens der Stadt sind dabei ebenso berücksichtigt wie die vielen Erinnerungen an die Zeit vor dem nationalsozialistischen Terrorregime, als Wien über ein große jüdische Gemeinde verfügte - freilich ergibt sich dabei ein vielfach virtueller Gang, der auf die Vernichtung von Leben und Kultur hinweist. Das Buch ist um 17.90 Euro im Buchhandel erhältlich, es soll der Beginn einer Serie sein, die demnächst mit "Budapest" fortgesetzt wird.****

Präsentiert wurde der Band am Donnerstag im Aktionsradius Augarten im Beisein der Bezirksvorsteher Gerhard Kubik und Karl Lacina, die beide auf die jüdischen Traditionen in ihren Bezirken hinwiesen, von denen freilich vieles verloren ist. Heute sei das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen auf friedlicher Basis gegeben, ein großer Wert, den es zu bewahren gelte.

Der "Stadtführer" wird mit einem Beitrag von Robert Schindel "Mein Wien" und einer "Kleinen Geschichte der Wiener Juden" von Klaus Lohrmann eingeleitet und führt durch die für die jüdische Geschichte und das jüdische Leben in Wien wichtigen Bezirke wie die Innere Stadt, die Leopoldstadt und die Brigittneau auf der "Mazzesinsel" mit ihren vielfach versunkenen oder kaum mehr kenntlichen jüdischen Einrichtungen, an die meist nur noch Gedenktafeln erinnern, aber auch durch die übrigen Bezirke innerhalb und außerhalb des Gürtels.

Man erfährt, wo die "Polnische Schul" oder der Pazmanitentempel waren, wo es jüdische Theaterbühnen gab, welche Geschäfte und kulturellen Einrichtungen von Juden betrieben wurden, die Geburtsorte berühmter Dichter dun Denker , aber auch, wo sich heute das jüdische Leben mit seinen Institutionen, seinen religiösen Orten, seinen gastronomischen und kulturellen Einrichtungen abspielt. Ein entsprechender Serviceteil gibt weiters auch Auskunft über Soziales , Sport, Jugendorganisation und andere Einrichtungen. Insgesamt gibt das Buch damit ein Bild eines Teils der Stadt und einer Bevölkerungsgruppe, die Wien in hohem Ausmaß geprägt hat, die wesentlich zur kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung der Stadt beigetragen hat und die heute im städtischen Leben wieder eine wichtige Rolle spielt. Es eignet sich ebenso als spezifischer "Stadtführer" wie als kulturgeschichtliches Nachschlagewerk einer versunkenen Epoche und als aktuelle Information zum heutigen jüdischen Leben.

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o Mandelbaum Verlag: Tel. 535 34 77-0, mandelbaum@aon.at

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