- 16.04.2004, 09:41:14
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IFK: Vortrag über "deutschen Humor" in Kriegszeiten
Wien (OTS) - Seit dem späten 18. Jahrhundert etablierte sich im
preußisch-deutschen Sprachraum die Vorstellung eines spezifisch
deutschen Humors, der sich durch Ernsthaftigkeit, Wahrhaftigkeit und
Tiefe auszeichne und sich von nicht-deutscher Satire und Ironie
absetzen lasse. Diese Vorstellung wurde in der Figur des "humorigen
Soldaten" zugespitzt, die in den Einigungskriegen auftauchte und im
Ersten Weltkrieg ein zentrales Element der deutschen Propaganda
bildete. Der Vortrag "Gelächter, Männlichkeit und soziale Ordnung.
"Deutscher Humor" und Krieg (1870-1918)" von Martina Kessel leuchtet
diesen Entwicklungsprozeß aus und fragt zugleich danach, welche
spezifischen Bedeutungen diese Repräsentationsfigur in den
unterschiedlichen Kriegssituationen erhielt.
Lebenslauf Martina Kassel
Martina Kessel ist Professorin für Neuere Geschichte und
Geschlechtergeschichte an der Universität Bielefeld. Zu ihren
jüngsten Publikationen zählt "Langeweile. Zum Umgang mit Zeit und
Gefühlen in Deutschland vom späten 18. bis zum frühen 20.
Jahrhundert", Göttingen 2001.
o Termin: 22. April 2004 Ort: IFK Beginn: 18.00 Uhr Nähere Infos auch unter: http://www.ifk.ac.at/
(Schluss) hch
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
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Mag. Hans-Christian Heintschel
Tel.: 4000/81 082
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