IFK: Vortrag über "deutschen Humor" in Kriegszeiten

Wien (OTS) - Seit dem späten 18. Jahrhundert etablierte sich im preußisch-deutschen Sprachraum die Vorstellung eines spezifisch deutschen Humors, der sich durch Ernsthaftigkeit, Wahrhaftigkeit und Tiefe auszeichne und sich von nicht-deutscher Satire und Ironie absetzen lasse. Diese Vorstellung wurde in der Figur des "humorigen Soldaten" zugespitzt, die in den Einigungskriegen auftauchte und im Ersten Weltkrieg ein zentrales Element der deutschen Propaganda bildete. Der Vortrag "Gelächter, Männlichkeit und soziale Ordnung. "Deutscher Humor" und Krieg (1870-1918)" von Martina Kessel leuchtet diesen Entwicklungsprozeß aus und fragt zugleich danach, welche spezifischen Bedeutungen diese Repräsentationsfigur in den unterschiedlichen Kriegssituationen erhielt.

Lebenslauf Martina Kassel

Martina Kessel ist Professorin für Neuere Geschichte und Geschlechtergeschichte an der Universität Bielefeld. Zu ihren jüngsten Publikationen zählt "Langeweile. Zum Umgang mit Zeit und Gefühlen in Deutschland vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert", Göttingen 2001.

o Termin: 22. April 2004 Ort: IFK Beginn: 18.00 Uhr Nähere Infos auch unter: http://www.ifk.ac.at/

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