- 15.04.2004, 13:53:08
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Zu viele Fahrräder mit zu wenig Licht: Sportartikelhandel unterstützt Initiative "light my bike"
Aichinger: "Auch neu angeschaffte Räder brauchen ein Mal pro Jahr ein Service!" - Sportartikelhändler Anlaufstelle zur Überprüfung von Ausrüstung und Wartungszustand
Wien (PWK255) - "Der heimische Sportartikelhandel ist Anlaufstelle
in Sachen Fahrradsicherheit. Denn die Sicherheit der Radfahrerinnen
und Radfahrer ist uns Anliegen und Auftrag", so Ernst Aichinger,
Obmann des Bundesgremiums des Sportartikelhandels der
Wirtschaftskammer Österreich. "Wir freuen uns, bei der vom im
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
angesiedelten österreichischen Verkehrssicherheitsfonds ins Leben
gerufenen Initiative ‚light my bike’ einen Beitrag leisten zu
können."
Um die "light my bike"-Botschaft "Wichtig ischt, dass D’ sichtbar
bischt" entsprechend zu kommunizieren, werden Infomaterial,
Aufkleber, Karten und Plakate über Händler und Schulen und bei
diversen Sport-Events verteilt. Im Internet gibt es auf der light my
bike-Homepage mit der URL www.lightmybike.at Informationen zur
Initiative sowie zum Gewinnspiel mit tollen Preisen. Von logistischer
Hilfestellung bis hin zu Preisen, die für das Gewinnspiel zur
Verfügung gestellt werden, reicht die Unterstützung des
Sportartikelhandels. Der Verkehrssicherheitsfonds des Bundes wiederum
fördert österreichweite Projekte wie eben "light my bike". "Das
Fördervolumen von der Gründung des VSF bis heute beträgt 45 Millionen
Euro", so Fonds-Geschäftsführer Günter Breyer.
Dem Fahrrad kommt sowohl als Sport- und Freizeitgerät wie auch als
Verkehrsmittel eine zunehmende Bedeutung zu. Ausrüstung und
Wartungszustand bestimmen die Sicherheit auf zwei Rädern wesentlich.
"Rund 3 Millionen schon vor längerer Zeit angeschaffte Fahrräder sind
in Österreich unterwegs", weiß Ernst Aichinger. "Die sollten - am
besten vor Beginn der Radlersaison - auf Ausrüstung und
Wartungszustand überprüft werden. Aber auch neu angeschaffte Räder
müssen mindestens ein Mal pro Jahr zum Sicherheitscheck", ruft der
Experte in Erinnerung. "Wir führen die Überprüfung von Ausrüstung und
Wartungszustand gerne durch. Wenden Sie sich dazu bitte an den
Sporthändler Ihres Vertrauens", so Aichingers Rat für den ersten
Schritt zu einem fitten Bike am Beginn der Radlersaison.
In Sachen "sichere Drahtesel" gibt es noch einiges zu tun, wie ein
Blick auf die ernüchternden Zahlen beweist: Rupert Kisser, Leiter des
Insitutes "Sicher Leben", weiß aus Erhebungen von allein 300.000
Radfahrern pro Jahr, die sich beim Radeln so schwer verletzten, dass
sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. "Bei einem Großteil der
Unfälle mit Radfahrerbeteiligung spielt", so Kisser, "mangelnde
Beleuchtung des fahrbaren Untersatzes eine Rolle."
Zwar gilt seit Mai 2003 für sämtliche Fahrräder, die auf öffentlichen
Straßen benutzt werden, die Fahrradverordnung. Aber obwohl die
technischen Mindestanforderungen simpel sind, entsprechen laut
aktuellen Untersuchungen mehr als 90 Prozent der Fahrräder nicht den
gesetzlichen Auflagen. Vor allem die Ausrüstung mit Reflektoren und
Lampen ist häufig unzureichend.
Aber nicht nur die nötige Beleuchtung ist für Zweiradfahrer
überlebenswichtig. Informationen zur Ausrüstung, die aus einem
Fahrrad ein sicheres und verkehrstüchtiges Fahrrad macht, sowie zur
Zweirad-Sicherheitsüberprüfung "Check your bike" gibt es im Internet
auf http://check-and-ride.sicherleben.at. (JR)
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