- 15.04.2004, 12:59:21
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ÖBB-Dienstrecht: Verhandlungen werden fortgesetzt
Vorstand fordert Rechtssicherheit und marktkonforme Lösungen
Unmittelbar im Anschluss an die Dienstrechtverhandlungen heute
Vormittag erklärt der Vorstand, dass die Gespräche fortgesetzt
werden. Die von der Gewerkschaft geforderte 37-Stunden-Woche lehnt
der Vorstand ab. In den Folgeverhandlungen müssen insbesondere die
nachstehenden Themenbereiche behandelt und einer marktkonformen
Lösung zugeführt werden.****
Allem voran geht es um Rechtssicherheit. Ziel des ÖBB-Vorstandes ist
eine rechtlich abgesicherte Umsetzung der Verhandlungsergebnisse
gewährleistet zu bekommen. Zudem muss sichergestellt sein, dass auch
im neuen ÖBB-Konzern ein flexibler Mitarbeitereinsatz möglich ist.
D.h. Mitarbeiter müssen entsprechend der Markterfordernisse von einer
Gesellschaft in die andere wechseln können.
Eine deutliche Absage erteilt der ÖBB-Vorstand der Forderung der
Gewerkschaft nach Einführung einer 37-Stunden-Woche für rund die
Hälfte der Mitarbeiter im Turnusdienst. Diese ist weder zielführend
noch marktkonform. Vielmehr verweist der Vorstand auf bereits
bestehende Regelungen für andere Branchen im Rahmen des
Nachtschwerarbeitsgesetzes, die auch bei den ÖBB zur Anwendung kommen
könnten.
Im Hinblick auf die Arbeitszeit verweist der Vorstand überdies auf
die spezifische Situation der ÖBB und deren Mitarbeiter, die an 365
Tagen im Jahr und 24 Stunden am Tag ihre Dienstleistung erbringen.
Auf diese Besonderheit ist bei den auszuarbeitenden Regelungen
Rücksicht zu nehmen. Entsprechende Modelle werden in den nächsten
Tagen ausgearbeitet, und die Verhandlungen darüber in der nächsten
Woche fortgesetzt.
OTS0163 2004-04-15/12:59
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