Gehrer: 730 Mio. € für Grundlagenforschung in Österreich

Schwerpunktsetzung des Rates für Forschung und Technologieentwicklung als Grundlage für erfolgreiche Forschungsentwicklung

Wien (OTS)- "Grundlagenforschung ist eine wichtige Basis für wirtschaftliches Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und für die Sicherung und Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Die Grundlagenforschung in Österreich wird über den FWF, die Akademie der Wissenschaften, die Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft, zahlreiche Stipendien- und Forschungsprogramme und die Wissenschaftsfonds der Bundesländer mit über 350 Mio. € gefördert. An den Universitäten, denen bei der Ausbildung der Wissenschaftler eine besondere Rolle zukommt, werden von den forschungswirksamen Ausgaben 380 Mio. € der Grundlagenforschung zugerechnet. Das bedeutet insgesamt 730.000 € für die erkenntnisorientierte Forschung in Österreich", erklärte heute Bildungsministerin Elisabeth Gehrer beim Reformdialog zu Forschung und Technologieentwicklung in der Hofburg.

Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung hat auf Basis des 6. EU-Rahmenprogramms Richtungen und Wege erarbeitet, wohin sich die Forschung in Österreich entwickeln soll. "Unter dem Motto "Stärken stärken, Nischen besetzen" wurden dabei die Schwerpunkte insbesondere auf Life Sciences sowie Informations- und Kommunikationstechnologien gelegt. Auf diesen Schienen haben sich die Entwicklungen in Österreich bewegt. Und zwar sehr erfolgreich, wie die jüngsten Berechnungen der F&E-Quote durch die Statistik Austria belegen", betonte Gehrer. Im 7. EU-Rahmenprogramm (2006 - 2010), das unter österreichischer Präsidentschaft abgeschlossen werden wird, soll die Förderung der Grundlagenforschung als neues Instrument verankert werden.

Gehrer unterstrich die Bedeutung des neuen Universitätsgesetzes als wichtige Grundlage für die positive Entwicklung im Bereich der Forschung an den Universitäten und dankte allen Beteiligten für das große Engagement bei der Implementierung des neuen Gesetzes. Im Fachhochschulentwicklungsplan III, der zurzeit in Begutachtung ist, wird der nachhaltige Aufbau von angewandter Forschung und Entwicklung als Schwerpunkt für die kommenden Jahre verankert. Stellvertretend für die internationale Spitzenforschung in Österreich stellte Gehrer ausgewählte Forschungsprojekte vor. Das Institut für molekulare Biotechnologie (IMBA) hat zum Ziel, ein Exzellenzzentrum für biomolekulare und biomedizinische Forschung in Österreich und Zentraleuropa zu werden. Im Rahmen von CLINICIP, einer erfolgreichen Forschungskooperation zwischen der Medizinischen Universität Graz, Universität Graz, TU Graz und Joanneum Research, soll eine künstliche Bauchspeicheldrüse für Diabetiker entwickelt werden. Neben dem österreichischen Genomforschungsprogramm GEN-AU und dem Institut für Quantenoptik und Quanteninformation, einem Institut der ÖAW in Innsbruck, das in Kooperation mit der Universität Innsbruck und der Universität Wien arbeitet, hob Gehrer abschließend noch das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) als europäisches Exzellenzzentrum im Bereich der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften hervor. "All diese Beispiele belegen eindrucksvoll die positive Entwicklung der Grundlagenforschung in Österreich."

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