Gehrer verleiht hohe Auszeichnungen der Republik Österreich

Wien (OTS)- Bildungsministerin Elisabeth Gehrer überreicht heute Nachmittag im Rahmen eines Festaktes hohe Auszeichnungen der Republik Österreich an Repräsentanten des öffentlichen Lebens für ihre langjährigen außerordentlichen Verdienste um Wissenschaft und Forschung. ****

Das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhalten

O. Univ. Prof. Dipl. Ing. Dr. Dieter Gutknecht, Vorstand des Institutes für Hydraulik, Gewässerkunde und Wasserwirtschaft an der Technischen Universität Wien, der als einer der Begründer der wissenschaftlichen Hydrologie in Österreich gilt. Die von ihm entwickelten Modelle zur hydrologischen Vorhersage von Hoch- und Niederwässern und ihre praktische Umsetzung kommen heute an allen großen österreichischen Flüssen wie Drau, Gail, Salzach, Inn und Donau zum täglichen Einsatz. Auch die österreichische Elektrizitätswirtschaft steuert mit solchen Vorhersageverfahren die Einsatzplanung ihrer Wasserkraftwerke und den Stromhandel.

Univ. Prof. Dr. Werner Lenz ist Erziehungswissenschafter am Institut für Bildungs- und Erziehungswissenschaften der Universität Graz. Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten zählt vor allem die österreichische Erwachsenenbildung. Prof. Lenz hat auch auf dem Gebiet der Hochschuldidaktik und der universitären Weiterbildung Bedeutendes geleistet und ist seit vielen Jahren im Rahmen zahlreicher wissenschaftlichen Funktionen tätig, so z.B. als Mitglied im „Beirat Erwachsenenbildung“ des Bildungsministeriums, als Mitglied im Steirischen Fachhochschulbeirat“ des Technikum Joanneum Graz oder als Mitglied des Fachausschusses für Erziehung der Österreichischen UNESCO-Kommission.

Der Medienpsychologe Univ. Prof. Dr. Peter Vitouch lehrt an den Universitäts-Instituten für Psychologie sowie Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien. Bedeutung erlangte er als Gründer und Leiter des Ludwig Boltzmann-Instituts für Empirische Medienforschung sowie als Herausgeber der deutschen Fachzeitschrift „Medienpsychologie“. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem Gebiet der psychologischen Beratung von Kindersendungen im Fernsehen.

Das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhält der Franziskaner-Pater Ulrich (Alfred) Zankanella OFM für sein langjähriges humanitäres Engagement in den postkommunistischen Ländern Mittel- und Osteuropas. Pater Zankanella ist seit 1994 im Auftrag der Mitteleuropäischen Provinzialenkonferenz der Franziskaner „Franziskaner für Mittel- und Osteuropa“ in Wien für die soziale, karitative und pastorale Aufbauarbeit in den ehemaligen kommunistischen Ländern Mittel- und Osteuropas sowie Sibirien zuständig und hat auch bedeutende Leistungen in der Bildungsarbeit erbracht.

Für ihre Verdienste um die Gehörlosenbildung wird die die Logopädin Elisabeth Kratz mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Frau Kratz war viele Jahre an der Neurologie des Krankenhauses Lainz sowie am Bundesinstitut für Gehörlosenbildung tätig, ehe sie ihre eigene logopädische Praxis eröffnete. Kratz ist an der Ausbildung von Studenten der Pädagogischen Akademie, der Sonder- und Heilpädagogik der Universität Wien sowie der Logopädischen Akademie beteiligt, organisiert österreichweit Fachfortbildungen und arbeitet an wissenschaftlichen Projekten, u. a. zur Schlaganfallforschung an der Universität Graz, mit. In Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Seibersdorf entwickelte sie 1999 mit „Gebilex“ eine Software für gehörlose Kinder.

Das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse erhalten die Universitätsprofessoren Heinz Brandl und Fritz Schiemer.

Die Verdienste von Prof. Brandl, Vorstand des Instituts für Grundbau und Bodenmechanik an der Technischen Universität Wien, beruhen auf der Erforschung der Boden- und Felsmechanik sowie der Bodendynamik. Im Rahmen der Umweltgeotechnik beschäftigt sich Prof. Brandl insbesondere auch mit der Abfall- und Deponieproblematik. Seine Forschungsarbeiten führten in vielen Fällen zur Rettung einsturzgefährdeter Bauwerke und Kulturgüter. 1981 wurde Prof. Brandl zur Rettung des Schiefen Turms von Pisa vorgeschlagen.

Prof. Dr. Fritz Schiemer, Vorstand des Instituts für Ökologie und Naturschutz an der Universität Wien, betreibt seine Forschungen vor allem auf dem Gebiet der Fischökologie. International forschte er an der Biologischen Station Bermuda, im Sudan und an den Universitäten Washington und Harare, Simbabwe, und war internationaler Gutachter bei Stauseeprojekten in Thailand und Sulawesi. Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich Prof. Schiemer mit Studien über Flußaulandschaften, speziell der Donau, und der Entwicklung von Managementstrategien und Monitoring-Instrumenten. Prof. Schiemer ist Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Beiräten, wie z.B. Nationalpark Donauauen, WWF, Nationalpark Neusiedlersee, Naturschutzbeirat der Stadt Wien sowie im Präsidium Forum Wissenschaft und Umwelt.

nnnn

Rückfragen & Kontakt:

BM für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Pressebüro
Tel.: (++43-1) 53 120-5003

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWI0001