- 15.04.2004, 10:12:18
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Ärztekammer setzt alle Verhandlungen mit Hauptverband aus
Wien (OTS) - Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) setzt alle zur
Zeit laufenden Verhandlungen mit dem Hauptverband der
österreichischen Sozialversicherungsträger ab sofort aus. Betroffen
davon sind gesundheitspolitisch wichtige Themen wie die Chipkarte,
die Chefarztpflicht und die neue Gesundenuntersuchung. Wie die
innerhalb der ÖÄK zuständige Bundeskurie der niedergelassenen Ärzte
am Donnerstag mitteilte, sei dies eine Konsequenz des durch den
Verwaltungsrat des Hauptverbandes neuerlich abgelehnten Wiener
Kassenvertrages.
In einem Schreiben an den Hauptverband nimmt die Bundeskurie den
Beschluss des Verwaltungsrates, den Wiener Kassenvertrag nicht zu
genehmigen, "mit großer Bestürzung" zur Kenntnis. Aus Sicht der
niedergelassenen Ärzte widerspreche dieser Schritt in erster Linie
den Interessen der Wiener Patientinnen und Patienten. "Wenn ein über
mehrere Monate mühsam verhandelter und von der Geschäftsführung des
Hauptverbandes bereits einstimmig genehmigter Vertrag letztlich
Wochen später vom Verwaltungsrat abgelehnt wird, so zeigt dies aber
auch die völlige Uneinheitlichkeit und Hilflosigkeit der gesamten
Institution Hauptverband", heißt es in diesem Brief. In der gegebenen
Situation sei es daher sinnlos und unmöglich, die laufenden und
bevorstehenden Verhandlungen zu führen, begründet die Bundeskurie der
niedergelassenen Ärzte diese Maßnahme abschließend.
OTS0061 2004-04-15/10:12
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