• 13.04.2004, 12:56:51
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SUDAN: Kein Ostern-Frieden im Sudan - Verkauf der OMV-AG Sudan-Konzessionen nicht abgeschlossen

Wien (OTS) - Die Sudan Plattform Austria äußert sich besorgt über
die ausgebliebene Einigung bei den Friedensverhandlungen zwischen
der Regierung in Khartoum und den Rebellen der SPLA/M, trotz des zu
Karfreitag erreichten Waffenstillstandabkommens für die westliche
Sudan Provinz Darfur. Die Mitgliedsorganisationen der Sudan Plattform
rufen die Verhandlungsparteien, sowie die internationalen Vermittler
auf, sich verstärkt für einen gerechten und nachhaltigen Frieden im
Sudan einzusetzen.

Philipp-Stephan Schneider, Sprecher der Plattform von
Nicht-Regierungsorganisationen, betont in diesem Zusammenhang: "Seit
Monaten lieferten sich regierungstreue Milizen und Rebellengruppen
immer wieder blutige Kämpfe im Westen, die hohe Verluste unter der
Zivilbevölkerung verursachten und zur Massenflucht in der Region
führten. Es ist jetzt ein rascher Zugang von humanitärer Hilfe für
die in Darfur verbliebene Bevölkerung und die in den benachbarten
Tschad geflüchteten Menschen notwendig."

Seit dem Wiederaufflammen des Bürgerkrieges im Sudan im Jahr 1983
wurden über 2 Mio. Menschen getötet und mehr als 5Mio Menschen
vertrieben. Auch die österreichische OMV Aktiengesellschaft war
zwischen 1997 und 2003 im Sudan aktiv. Durch Berichte über
Menschenrechtsverletzungen in den Konzessionsgebieten hatten sich
2001 Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen zur Sudan
Plattform Austria zusammengeschlossen, um von der OMV ein
verantwortungsbewusstes Handeln im Sudan einzufordern. Im September
2003 hat die OMV ihre Sudan-Anteile an ein indisches Unternehmen
verkauft und ihr Abenteuer in diesem Bürgerkriegsland mit einem
Gesamtgewinn von 70 Mio. Dollar für beendet erklärt. Offensichtlich
gibt es jedoch Probleme für die OMV, die Veräußerung ihrer
Sudan-Konzessionen zu finalisieren, denn nach wie vor ist der Verkauf
nicht offiziell abgeschlossen.

Die Forderung der Sudan Plattform Austria, einen Teil des Gewinnes
als eine Art "Wiedergutmachung" für die aus ihrem Konzessionsgebiet
Vertriebenen bereitzustellen, wurde von der Konzernleitung bisher
kategorisch abgelehnt.

OTS0112    2004-04-13/12:56

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