- 13.04.2004, 10:26:48
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ÖAMTC-Experte nach Tunnel-Kommission: Zweite Röhren sind im Sinne der Verkehrssicherheit unverzichtbar
Club befürwortet neue EU-Richtlinie, die zweite Röhren auf Autobahnen vorschreibt
Wien (ÖAMTC-Presse) - In der heutigen Sitzung der
Tunnel-Experten-Kommission im BMVIT wurde eine Unfallanalyse
vorgelegt. In dieser wurde versucht, die Sinnhaftigkeit von zweiten
Tunnelröhren in Frage zu stellen. Der ÖAMTC-Tunnelexperte Willy
Matzke erteilt solchen Ausführungen eine klare Absage. "Es wurden
nur die Unfalldaten bis zum Jahr 2001 berücksichtigt und damit ist
die Analyse völlig unaktuell", erklärt Matzke.
Die praktischen Auswirkungen auf die Sicherheit und die Umwelt
von zweiröhrigen Tunnels ist europaweit unbestritten und daher ist
die Doppelröhrigkeit in der neuen EU-Tunnelrichtlinie auf Autobahnen
und Schnellstraßen auch vorgeschrieben. Der ÖAMTC-Tunnelexperte
weiß, dass ohne zweite Tunnelröhren keine Fluchtmöglichkeit gegeben
ist. Außerdem können Rettungskräfte nicht rasch genug zum Unfallort
gelangen.
Wie positiv sich eine zweite Tunnelröhre in der Praxis auswirkt,
hat der ÖAMTC beim gerade laufenden Tunneltest analysiert. Bisher
wurde erst ein einziger Tunnel in Österreich nachträglich mit einer
zweiten Röhre versehen, nämlich der Ambergtunnel, auf der A14, der
Rheintalautobahn, bei der Umfahrung Feldkirch. Im mehrmonatigen
Probebetrieb zwischen Dezember und Ostern gab es dort keine Unfälle
mehr und die Luftqualität im Raum Feldkirch hat sich um ein
Vielfaches verbessert. Noch heuer werden in Österreich die zweite
Tunnelröhren in Betrieb genommen: Plabutschtunnel auf der der A 9,
der Phyrnautobahn, bei der Umfahrung Graz und Gräberntunnel auf der
A2, der Südautobahn.
(Schluss)
ÖAMTC-Presse/Sabine Fichtinger
OTS0045 2004-04-13/10:26
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