ÖAMTC-Experte nach Tunnel-Kommission: Zweite Röhren sind im Sinne der Verkehrssicherheit unverzichtbar

Club befürwortet neue EU-Richtlinie, die zweite Röhren auf Autobahnen vorschreibt

Wien (ÖAMTC-Presse) - In der heutigen Sitzung der Tunnel-Experten-Kommission im BMVIT wurde eine Unfallanalyse vorgelegt. In dieser wurde versucht, die Sinnhaftigkeit von zweiten Tunnelröhren in Frage zu stellen. Der ÖAMTC-Tunnelexperte Willy Matzke erteilt solchen Ausführungen eine klare Absage. "Es wurden nur die Unfalldaten bis zum Jahr 2001 berücksichtigt und damit ist die Analyse völlig unaktuell", erklärt Matzke.

Die praktischen Auswirkungen auf die Sicherheit und die Umwelt von zweiröhrigen Tunnels ist europaweit unbestritten und daher ist die Doppelröhrigkeit in der neuen EU-Tunnelrichtlinie auf Autobahnen und Schnellstraßen auch vorgeschrieben. Der ÖAMTC-Tunnelexperte weiß, dass ohne zweite Tunnelröhren keine Fluchtmöglichkeit gegeben ist. Außerdem können Rettungskräfte nicht rasch genug zum Unfallort gelangen.

Wie positiv sich eine zweite Tunnelröhre in der Praxis auswirkt, hat der ÖAMTC beim gerade laufenden Tunneltest analysiert. Bisher wurde erst ein einziger Tunnel in Österreich nachträglich mit einer zweiten Röhre versehen, nämlich der Ambergtunnel, auf der A14, der Rheintalautobahn, bei der Umfahrung Feldkirch. Im mehrmonatigen Probebetrieb zwischen Dezember und Ostern gab es dort keine Unfälle mehr und die Luftqualität im Raum Feldkirch hat sich um ein Vielfaches verbessert. Noch heuer werden in Österreich die zweite Tunnelröhren in Betrieb genommen: Plabutschtunnel auf der der A 9, der Phyrnautobahn, bei der Umfahrung Graz und Gräberntunnel auf der A2, der Südautobahn.

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ÖAMTC-Presse/Sabine Fichtinger

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