- 09.04.2004, 12:03:04
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Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank AG
Wien (OTS) -
USD Euribor Dt. Bund ATX DAX DJ Ind.
je EUR 3m 10y
9.Apr.04 1,210 2,04% 4,07% 1966,3 4.013,5 10442,0
2.Apr.04 1,232 2,03% 3,95% 1913,8 3.939,2 10373,3
Veränd. 1,83% 0,01%Pkt 0,12%Pkt 2,74% 1,89% 0,66%Nachdem die US-Arbeitsmarktdaten in den vergangenen Monaten meist
für Enttäuschung sorgten, haben die jüngste Zahlen die
Marktteilnehmer positiv überrascht. Die Zahl der Arbeitskräfte
außerhalb der Landwirtschaft stieg im März um 308.000 (Februar:
46.000). Das war der höchste Zuwachs seit April 2000. Vom Markt wurde
lediglich ein Anstieg um 103.000 Stellen erwartet. Auch die in der
vergangenen Woche veröffentlichte Zahl der Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe in der Woche bis zum 3. April hat den Markt positiv
überrascht. Diese ist mit 328.000 Erstanträgen auf den niedrigsten
Stand seit Januar 2001 gesunken. Im US-Dienstleistungssektor hat sich
im März die Geschäftstätigkeit beschleunigt. Der Service Index des
Institute for Supply Management stieg im vergangenen Monat auf 65,8
(Februar: 60,8) Punkte. Ein Stand über 50 signalisiert eine
expandierende Geschäftstätigkeit im Sektor. Anders als in den USA hat
sich das Wachstumstempo der Dienstleistungsbranche der Eurozone im
März verlangsamt. Der entsprechende Index ist auf 54,4 (Februar:
56,2) Punkte gefallen. In der nächsten Woche stehen vor allem in den
USA zahlreiche Wirtschaftsdaten wie Einzelhandelsumsatz,
Industrieproduktion, Verbrauchervertrauen und die Konjunkturindizes
der Notenbanken von Philadelphia und New York auf dem Programm. Wir
erwarten bei der Mehrzahl der Daten eine leichte Verbesserung.
Mit den guten US-Arbeitsmarktdaten sind die Anleiherenditen sowohl
in den USA als auch in der Eurozone gestiegen. Vor allem die
US-Renditen konnten deutlich zulegen und liegen im zehnjährigen
Laufzeitbereich nun erstmals seit Ende Januar wieder über der
Euroland-Benchmark. In einem Umfeld von weiterhin freundlichen
US-Wirtschaftsdaten und wenig Überraschung bei den Konsumentenpreisen
erwarten wir in der nächsten Woche sowohl in den USA als auch in der
Eurozone wenig Veränderung bei den Anleiherenditen.
Auch der US-Dollar konnte mit den guten US-Wirtschaftsdaten
deutlich zulegen. Der Euro ist in der vergangenen Woche zum Dollar
erstmals seit Anfang Dezember 2003 unter die Marke von 1,20 gefallen.
In weiterer Folge hat sich die US-Währung aufgrund der Eskalation der
Lage im Irak wieder etwas abgeschwächt. In der nächsten Woche rechnen
wir im Spannungsverhältnis zwischen mehrheitlich guten
US-Wirtschaftsdaten und den gestiegenen Unsicherheiten im Irak mit
einer Seitwärtsentwicklung des Währungspaars.
Die US-Wirtschaftsdaten haben in den letzten Tagen auch deutliche
positive Spuren an den Aktienmärkten hinterlassen. In den USA hat
mittlerweile die neue Berichtssaison begonnen. Alcoa, das erste
Dow-Unternehmen, dass sein Ergebnis präsentierte, hat die Erwartungen
des Marktes nicht erfüllt. Zusätzlich belastete Anfang der Woche die
Umsatzwarnung von Nokia. In weiterer Folge kamen aber auch von
Unternehmensseite positive Impulse für die Aktienmärkte. Yahoo und
General Electric haben die Markterwartungen mit ihren
Quartalsergebnissen übertroffen und Dell hat seine Umsatzprognose für
das laufende Quartal angehoben.
Nachdem in der vergangenen Woche nur eine geringe Zahl von
Unternehmen ihr Ergebnis über das vergangene Quartal veröffentlichte,
beginnt in der nächsten Woche die heiße Phase der US-Berichtssaison.
Alleine aus dem 30 Unternehmen umfassenden Dow werden dann 13
Gesellschaften ihre Zahlen präsentieren. Wir gehen davon aus, dass
die Unternehmen in der neuen Berichtssaison wieder überwiegend gute
Daten liefern werden und auch der Ausblick der Unternehmensvertreter
auf eine weitere Verbesserung des geschäftlichen Umfeldes hindeutet.
Mit Impulsen vor allem von Unternehmensseite erwarten wir in der
nächsten Woche weitere Kursanstiege an den Aktienmärkten.
Rückfragehinweis:
Research-Team der VB Investmentbank AG:
Uta Pock: mailto:[email protected], Tel. 01-31340-7022
Friedrich Glechner: mailto:[email protected],
Tel. 01-31340-7017
Manfred Dirngrabner: mailto:[email protected]
Tel. 01-31340-7019
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