• 05.04.2004, 09:54:51
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ÖAMTC-Gurterhebung: Im österreichweiten Ranking sind die Wiener vor den Burgenländern die ärgsten Gurtmuffel (Teil 2)

Bei der Kindersicherung belegen die Bregenzer und St. Pöltener die ersten Ränge in der Statistik

Wien (ÖAMTC-Presse) - Beim Bundesländer-Vergleich zeigt sich
deutlich, wo die Gurtmuffel in Österreich zu Hause sind. Der ÖAMTC
hat die Anschnallmoral von mehr als 13.000 Österreichern in allen
Landeshauptstädten unter die Lupe genommen. Untersucht wurde die
Anschnall-Quote von Lenkern, Beifahrern, Mitfahrern auf dem Rücksitz
und die Kindersicherung. "Um das Verantwortungsbewusstsein der Wiener
bei der Kindersicherung ist es extrem schlecht bestellt. 26 Prozent
der mitfahrenden Kinder sind ohne Sicherung unterwegs", kritisiert
Michalek. Der Appell des Verkehrssicherheitsexpten lautet daher: "Wer
seine Kinder liebt, sichert sie."

Die Wiener sind die größten Gurtmuffel

Die Ergebnisse in den Landeshauptstädten im Überblick:

Neben den miserablen Anschnallquoten der Wiener von 61 Prozent bei
Fahrern und 54 Prozent bei Beifahrern, sind nur 19 Prozent der
Mitfahrenden auf den Rücksitzen angegurtet. Um die Kindersicherung
ist es ebenso schlecht bestellt: Nur 61 Prozent der Kinder sind auf
Wiens Straßen gesichert unterwegs.

In Graz sieht die Situation verglichen mit Wien besser aus. 71
Prozent der Lenker und 73 Prozent der Beifahrer sind angegurtet
unterwegs. Auf den Rücksitzen wollen 38 Prozent nicht auf den Gurt
verzichten. 74 Prozent der Kinder sind im Auto gesichert.

Die Linzer sind die Sieger bei dieser ÖAMTC-Erhebung, was die
Anschnall-Quote auf den Rücksitzen betrifft: 55 Prozent greifen zum
Gurt. Die Autolenker schnallen sich zu 78 Prozent, die Beifahrer zu
80 Prozent an. Die Kinder sind mit einer Quote von 69 Prozent
entweder durch Gurt oder Kindersitz gesichert unterwegs.

Die Salzburger befinden sich in der österreichweiten Erhebung im
Mittelfeld. 72 Prozent der Lenker und 69 Prozent der Beifahrer
verzichten nicht auf den Sicherheitsgurt. Auf den Rücksitzen sind 25
Prozent unangeschnallt, 76 Prozent der Kinder sind gesichert.

In Innsbruck verwenden 77 Prozent der Lenker und 74 Prozent der
Mitfahrer den Gurt. 43 Prozent sind auf den Rücksitzen angeschnallt.
Bei der Kindersicherung befinden sich die Innsbrucker mit 78 Prozent
knapp über dem Österreichschnitt.

In St. Pölten steht der Sicherheitsgurt bei den Fahrern mit 87
Prozent hoch im Kurs. Die Mitfahrer sind zu 80 Prozent angeschnallt.
Erschütternd ist die Anschnallmoral auf den Rücksitzen. Nur 8 Prozent
der Mitfahrenden schnallen sich im Fond an. Auf Kindersicherheit
legen die Autofahrer in St. Pölten hingegen großen Wert. 90 Prozent
der Kinder sind entweder angeschnallt oder in einem Kindersitz
fixiert.

Die Klagenfurter schätzen den Gurt: 77 Prozent der Lenker sind
angeschnallt. Bei den Beifahrern sind es 89 Prozent. Bei den Kindern
sind 73 Prozent gesichert unterwegs. Die Anschnallquote auf den
Rücksitzen wurde in Klagenfurt nicht erhoben.

In Eisenstadt schnallen sich nur 62 Prozent der Lenker und 67
Prozent der Beifahrer an. Auf den Rücksitzen sind nur 17 Prozent der
Mitfahrenden angeschnallt. Bei der Kindersicherungsquote liegen die
Burgenländer mit 74 Prozent genau im österreichischen Durchschnitt.

Die Vorarlberger sind bei der ÖAMTC-Gurterhebung zweifache Sieger.
So sind 94 Prozent der Kinder gesichert unterwegs. 82 Prozent der
Beifahrer vertrauen auf den Klick, der Leben retten kann. Bei den
Lenkern beträgt der Wert 76 Prozent.

Übrigens: Wer glaubt, durch den Airbag bestens geschützt zu sein
und daher auf den Gurt verzichten kann, irrt. Nur in Verbindung mit
dem Sicherheitsgurt entfaltet der Airbag seine volle Wirkung. "Das
Verwenden des Sicherheitsgurtes dient dem Selbstschutz und bedeutet
einen enormen Sicherheitsgewinn für alle Fahrzeuginsassen", sagt
ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Michalek.

Aviso an die Redaktionen:
Fotos rund um das Thema Gurt und Kindersicherung finden sich im
ÖAMTC-Fotoservice unter http:/www.oeamtc.at/presse/.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

OTS0025    2004-04-05/09:54

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