ÖAMTC-Gurterhebung: Im österreichweiten Ranking sind die Wiener vor den Burgenländern die ärgsten Gurtmuffel (Teil 2)

Bei der Kindersicherung belegen die Bregenzer und St. Pöltener die ersten Ränge in der Statistik

Wien (ÖAMTC-Presse) - Beim Bundesländer-Vergleich zeigt sich deutlich, wo die Gurtmuffel in Österreich zu Hause sind. Der ÖAMTC hat die Anschnallmoral von mehr als 13.000 Österreichern in allen Landeshauptstädten unter die Lupe genommen. Untersucht wurde die Anschnall-Quote von Lenkern, Beifahrern, Mitfahrern auf dem Rücksitz und die Kindersicherung. "Um das Verantwortungsbewusstsein der Wiener bei der Kindersicherung ist es extrem schlecht bestellt. 26 Prozent der mitfahrenden Kinder sind ohne Sicherung unterwegs", kritisiert Michalek. Der Appell des Verkehrssicherheitsexpten lautet daher: "Wer seine Kinder liebt, sichert sie."

Die Wiener sind die größten Gurtmuffel

Die Ergebnisse in den Landeshauptstädten im Überblick:

Neben den miserablen Anschnallquoten der Wiener von 61 Prozent bei Fahrern und 54 Prozent bei Beifahrern, sind nur 19 Prozent der Mitfahrenden auf den Rücksitzen angegurtet. Um die Kindersicherung ist es ebenso schlecht bestellt: Nur 61 Prozent der Kinder sind auf Wiens Straßen gesichert unterwegs.

In Graz sieht die Situation verglichen mit Wien besser aus. 71 Prozent der Lenker und 73 Prozent der Beifahrer sind angegurtet unterwegs. Auf den Rücksitzen wollen 38 Prozent nicht auf den Gurt verzichten. 74 Prozent der Kinder sind im Auto gesichert.

Die Linzer sind die Sieger bei dieser ÖAMTC-Erhebung, was die Anschnall-Quote auf den Rücksitzen betrifft: 55 Prozent greifen zum Gurt. Die Autolenker schnallen sich zu 78 Prozent, die Beifahrer zu 80 Prozent an. Die Kinder sind mit einer Quote von 69 Prozent entweder durch Gurt oder Kindersitz gesichert unterwegs.

Die Salzburger befinden sich in der österreichweiten Erhebung im Mittelfeld. 72 Prozent der Lenker und 69 Prozent der Beifahrer verzichten nicht auf den Sicherheitsgurt. Auf den Rücksitzen sind 25 Prozent unangeschnallt, 76 Prozent der Kinder sind gesichert.

In Innsbruck verwenden 77 Prozent der Lenker und 74 Prozent der Mitfahrer den Gurt. 43 Prozent sind auf den Rücksitzen angeschnallt. Bei der Kindersicherung befinden sich die Innsbrucker mit 78 Prozent knapp über dem Österreichschnitt.

In St. Pölten steht der Sicherheitsgurt bei den Fahrern mit 87 Prozent hoch im Kurs. Die Mitfahrer sind zu 80 Prozent angeschnallt. Erschütternd ist die Anschnallmoral auf den Rücksitzen. Nur 8 Prozent der Mitfahrenden schnallen sich im Fond an. Auf Kindersicherheit legen die Autofahrer in St. Pölten hingegen großen Wert. 90 Prozent der Kinder sind entweder angeschnallt oder in einem Kindersitz fixiert.

Die Klagenfurter schätzen den Gurt: 77 Prozent der Lenker sind angeschnallt. Bei den Beifahrern sind es 89 Prozent. Bei den Kindern sind 73 Prozent gesichert unterwegs. Die Anschnallquote auf den Rücksitzen wurde in Klagenfurt nicht erhoben.

In Eisenstadt schnallen sich nur 62 Prozent der Lenker und 67 Prozent der Beifahrer an. Auf den Rücksitzen sind nur 17 Prozent der Mitfahrenden angeschnallt. Bei der Kindersicherungsquote liegen die Burgenländer mit 74 Prozent genau im österreichischen Durchschnitt.

Die Vorarlberger sind bei der ÖAMTC-Gurterhebung zweifache Sieger. So sind 94 Prozent der Kinder gesichert unterwegs. 82 Prozent der Beifahrer vertrauen auf den Klick, der Leben retten kann. Bei den Lenkern beträgt der Wert 76 Prozent.

Übrigens: Wer glaubt, durch den Airbag bestens geschützt zu sein und daher auf den Gurt verzichten kann, irrt. Nur in Verbindung mit dem Sicherheitsgurt entfaltet der Airbag seine volle Wirkung. "Das Verwenden des Sicherheitsgurtes dient dem Selbstschutz und bedeutet einen enormen Sicherheitsgewinn für alle Fahrzeuginsassen", sagt ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Michalek.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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