Benzinpreisgipfel: ÖGB fordert faire Preissenkung

Leutner fordert Anhebung des Pendlerpauschales und des amtlichen Kilometergeldes

Wien (ÖGB) - Anlässlich des heutigen Benzinpreisgipfels fordert der ÖGB eine Preissenkung auf Treibstoffe zur Entlastung der PendlerInnen und kritisiert in diesem Zusammenhang Wirtschaftsminister Bartenstein, der bereits gestern in der ORF-Pressestunde deutlich machte, dass mit einer Senkung der Benzinpreise nicht zu rechnen ist. Der ÖGB werde übrigens an diesem Gipfel nicht teilnehmen. "Mangels einer Einladung", stellte Dr. Richard Leutner, Leitender Sekretär im ÖGB, fest.++++

In den vergangenen Jahren sind die Kosten sowohl für Auto- als auch für Bahnfahrten ständig gestiegen. Für Pendler, die täglich entweder auf öffentliche Verkehrsmittel oder auf ihren PKW angewiesen sind, ergeben sich neben den vielen anderen Belastungen durch die Bundesregierung zusätzliche Kosten.

Leutner verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass Dieseltreibstoff für die Bauern weniger besteuert wird, hingegen alle anderen ÖsterreicherInnen mit einer höheren Mineralölsteuer belastet werden. "Da stellt sich wirklich die Frage, wo der Unterschied zwischen einem Bauern, der mit dem Traktor aufs Feld und einem Pendler, der mit seinem Auto zur Arbeit fährt, ist", so der Leitende Sekretär.

Der ÖGB fordert daher anlässlich des heutigen Benzinpreisgipfels eine Senkung der Benzinpreise auf EU-Durchschnitt. Konkret verlangt der ÖGB als Ausgleich für die ständigen Belastungen die Anhebung des amtlichen Kilometergeldes um 4,5 Cent je Kilometer sowie die Erhöhung des Pendlerpauschales um 30 Prozent. (ew)

ÖGB, 5. April
2004
Nr. 235

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