• 05.04.2004, 09:47:11
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Benzinpreisgipfel: ÖGB fordert faire Preissenkung

Leutner fordert Anhebung des Pendlerpauschales und des amtlichen Kilometergeldes

Wien (ÖGB) - Anlässlich des heutigen Benzinpreisgipfels fordert
der ÖGB eine Preissenkung auf Treibstoffe zur Entlastung der
PendlerInnen und kritisiert in diesem Zusammenhang
Wirtschaftsminister Bartenstein, der bereits gestern in der
ORF-Pressestunde deutlich machte, dass mit einer Senkung der
Benzinpreise nicht zu rechnen ist. Der ÖGB werde übrigens an diesem
Gipfel nicht teilnehmen. "Mangels einer Einladung", stellte Dr.
Richard Leutner, Leitender Sekretär im ÖGB, fest.++++

In den vergangenen Jahren sind die Kosten sowohl für Auto- als
auch für Bahnfahrten ständig gestiegen. Für Pendler, die täglich
entweder auf öffentliche Verkehrsmittel oder auf ihren PKW angewiesen
sind, ergeben sich neben den vielen anderen Belastungen durch die
Bundesregierung zusätzliche Kosten.

Leutner verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass
Dieseltreibstoff für die Bauern weniger besteuert wird, hingegen alle
anderen ÖsterreicherInnen mit einer höheren Mineralölsteuer belastet
werden. "Da stellt sich wirklich die Frage, wo der Unterschied
zwischen einem Bauern, der mit dem Traktor aufs Feld und einem
Pendler, der mit seinem Auto zur Arbeit fährt, ist", so der Leitende
Sekretär.

Der ÖGB fordert daher anlässlich des heutigen Benzinpreisgipfels
eine Senkung der Benzinpreise auf EU-Durchschnitt. Konkret verlangt
der ÖGB als Ausgleich für die ständigen Belastungen die Anhebung des
amtlichen Kilometergeldes um 4,5 Cent je Kilometer sowie die Erhöhung
des Pendlerpauschales um 30 Prozent. (ew)

ÖGB, 5. April
2004
Nr. 235

OTS0020    2004-04-05/09:47

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