Ein Flaggschiff groß in Fahrt

Das erste Jahr der Hauptbücherei Wien ist Erfolgsgeschichte

Wien (OTS) - Am 7. April 2003 wurde sie feierlich eröffnet, Mittwoch ist sie also ein Jahr alt - die neue Hauptbücherei der Büchereien Wien auf dem Wiener Gürtel. "Die Wienerinnen und Wiener haben das Haus fest in Besitz genommen." freut sich Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Grete Laska über rund 3.000 Personen, die durchschnittlich an jedem Öffnungstag kommen. Zirka 10.000 BesucherInnen haben sich bislang durch das Haus führen lassen. Und das Interesse lässt nicht nach, sondern steigt noch leicht an: Zu den bisher 38.000 Neueinschreibungen gesellen sich noch immer 120 pro Tag dazu. "Die Hauptbücherei" so Laska "erfüllt den Wunsch nach einer großen, leicht zugänglichen Allgemeinbibliothek mit großem Freihandbestand, bequemen, kostengünstigen Entlehnmöglichkeiten, luxuriöser Arbeitsatmosphäre und viel Multimedia."

Alle sind willkommen

Die neue Hauptbücherei zieht viele Zielgruppen an: Sie ist gleichermaßen Anlaufstelle für SchülerInnen und Studierende wie für die nachwachsende Generation der türkischen ImmigrantInnen, für Berufstätige wie für Kinder, für RomanleserInnen wie für Technik-ExpertInnen.

Die Aktion "Seniorenfreundliche Hauptbücherei" mit Führungen und Schulungen, die kürzlich gestartet wurde, soll die Generation 50 plus besonders ansprechen. Wer Sprachen lernen will, wird ebenso bestens bedient wie die vielen Jugendlichen, die nach einer Berufsorientierung suchen. Es gibt ruhige Zonen im Haus, in denen konzentrierte Arbeitsatmosphäre herrscht, wie etwa im Philosophie-Heck oder im Zentrum für Klassische Musik. Im Kindermedienzentrum Kirango dagegen kann es schon geschäftiger und lauter zugehen wie ebenfalls auf der Internetgalerie.

Beim Studium der Benutzungsstatistik hat es für die Bibliotheksleitung eine Überraschung gegeben: Gegenüber der Hauptbücherei Skodagasse ist das entlehnende Publikum etwas älter geworden. Am Gürtel sind nur mehr 83 Prozent unter 40 Jahre, in der Skodagasse waren es noch 85 Prozent. In der Vor-Ort-Nutzung (hier gibt es keine Generationsstatistik) scheint allerdings das jüngere Publikum zu dominieren.

Bisher mehr als 1,6 Millionen Entlehnungen

Vom Aufwand her bedeuteten die bisher 1,6 Millionen Entlehnungen (durchschnittlich über 6.000 pro Tag) eine große logistische Herausforderung. Die für 2004 geplante Einarbeitung von fast 30 000 Büchern und Medien sollen der hohen Nachfrage nachkommen -durchschnittlich sind 45 Prozent der Medien entlehnt. Schwerpunkte des Ausbaus sind besonders nachgefragte Gebiete wie populäre Medizin und Beruf- Karriere-Wirtschaft.

Hauptbücherei als Veranstaltungsort

Ein feines Veranstaltungs-, Animations- und Schulungsprogramm und kleinere Ausstellungen machen die Hauptbücherei vollends zum Kultur- und Bildungszentrum, zu einem Lern-Ort ersten Ranges, in dem persönliche und berufliche Weiterbildung zusammenfließen.
Auch sind bereits die nächsten Ziele bei der Bespielung des Hauses gesteckt: die Bespielung der großen Dachterrasse mit einem Sommerkino ("Kino am Dach"), eine Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen Ottakring und Meidling (Impuls-Kurse, Foren) und eine Vortragsserie mit der Universität für Bodenkultur. Nächster Höhepunkt der Veranstaltungstätigkeit wird die Lesung des international renommierten polnischen Publizisten Ryszard Kapuscinski (25. Mai) sein, der erstmals nach Wien kommt.

Ein weithin sichtbares Zeichen

Es ist ein markantes Gebäude, mit seiner riesigen Freitreppe weithin am Gürtel sichtbar, das auch europaweit Anerkennung und Interesse findet: Kürzlich errang die Bücherei den "Landmark Libraries Award". Das langgestreckte Gebäude erweist sich mit seinen vielen Nischen als angenehmer Ort zum Verweilen. Zugleich ist die Bücherei das Highlight am Gürtel, der sich in den letzten Jahren zu einem vielfältigen und urbanen Bereich und zu einem der Hot Spots der Stadt entwickelt hat.

Erfreuliche Entwicklung auch bei den Zweigstellen

Erfreulich in der Bilanz ist seit der Eröffnung der Hauptbücherei auch die Entwicklung im Zweigstellennetz. Das Flaggschiff mit seiner enormen Außenwirkung hat auch die Jahresbilanzen in den Filialen nach oben gedrückt: Die Entlehnungen sind um 15 Prozent gestiegen. Viele WienerInnen haben entdeckt, über welch ausgezeichnetes Netz sie mit der Hauptbücherei und den dezentralen Büchereien in den Bezirken verfügen. Sie können von Zuhause aus per Internet auf 1,7 Millionen Bücher und Medien zugreifen und vorbestellen. Ausleihe und Rückgabe müssen nicht in der gleichen Zweigstelle stattfinden. Der Ringleihverkehr macht es möglich; nicht nur die Wiener auf der Suche nach der richtigen Bibliothek, sondern auch die Bücher und Medien in der Stadt sind mobiler geworden.

"Es war eine bildungs- und sozialpolitisch richtige Entscheidung, Geld in dieses Projekt zu investieren. Der Erfolg gibt uns recht." so Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Grete Laska. (Schluss) eg

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