- 02.04.2004, 12:03:56
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Ram: Nitsch-Blutbild im Weinviertel Klinikum sorgt für Aufregung!
Steuergeld für Blutkunst statt für ehrenamtliche Helfer
St. Pölten (OTS) - Der freiheitliche Fraktionsobmann LAbg. Thomas
Ram kritisierte heute den niederösterreichischen Gesundheits- und
Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka wegen einer "Kunstaktion" im
Weinviertel Klinikum auf des heftigste.
Ram: "Nach Zeitungsberichten und Berichten von empörten
Krankenhausbesuchern und Patienten wurde in Anwesenheit von
Gesundheitslandesrat Wolfgang Sobotka ein Schüttbild von Hermann
Nitsch bei der Eröffnung des Hauses B präsentiert. Dieses Bild, das
laut Zeitungsberichten ein so genanntes Blutbild sein soll, sorgt für
Aufregung unter Mitarbeitern, Rot-Kreuz-Helfern, Patienten und
Krankenhausbesuchern." Landesrat Sobotka wird in einer Zeitung wie
folgt zitiert: "Es gibt in ganz Österreich kein zweites Krankenhaus,
wo ein echter Nitsch hängt. Die Gesellschaft darf sich glücklich
schätzen, solche Künstler zu haben." Ram dazu: "Ich bekenne mich
selbstverständlich zur Freiheit der Kunst, für mich stellt sich
allerdings die Frage, ob ein Krankenhaus der richtige Ort für diese
Blutkunst ist? Außerdem stellt sich für mich die Frage, ob gut
situierte Künstler, wie ein Herr Nitsch durch die öffentliche Hand
gefördert werden müssen? Außerdem wäre ein Psychologe beizuziehen, ob
schwer verletzte Patienten durch dieses Bild nicht psychisch belastet
werden."
Die Freiheitlichen haben daher eine Anfrage an LH Pröll, Vize
Liese Prokop und Sobotka eingebracht, wo sie unter anderem wissen
wollen:
1. Halten Sie es für sinnvoll, in einem Krankenhaus ein so
genanntes "Blutbild" vom Künstler Hermann Nitsch aufzuhängen?
2. Sind aus Ihrem Ressort Steuergelder für den Ankauf des besagten
Bildes verwendet worden? Wenn ja, wie erklären Sie einem
ehrenamtlichen Rot-Kreuz-Mitarbeiter, dass für Rettungsorganisationen
in permanenter Geldmangel herrscht, für diese "Kunst" Steuergeld zur
Verfügung gestellt wird?
3. Können Sie ausschließen, dass über Förderungen des Landes
Gelder des Weinviertel Klinikums für diesen Ankauf verwendet wurden?
4. Können Sie ausschließen, dass verletzte Patienten psychische
Schäden durch den Anblick dieses Bildes erleiden?
5. Wie viele Werke des Künstlers Hermann Nitsch wurden durch Ihr
Ressort in den letzten zehn Jahren angekauft, wie viel Steuergeld
wurde dafür ausgegeben?
Ram abschließend: "Für Rettungsorganisationen fehlt in
Niederösterreich rund herum das Geld. Ehrenamtliche Mitarbeiter, die
am Wochenende ihre Freizeit opfern, fühlen sich durch diese Aktion
echt gefrotzelt. Wahrscheinlich ist das ganze ein Dankeschön des
Landeshauptmannes an seinen Freund Hermann Nitsch, der ihm im
Wahlkampf ja so geholfen hat."
OTS0116 2004-04-02/12:03
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