Ram: Nitsch-Blutbild im Weinviertel Klinikum sorgt für Aufregung!

Steuergeld für Blutkunst statt für ehrenamtliche Helfer

St. Pölten (OTS) - Der freiheitliche Fraktionsobmann LAbg. Thomas Ram kritisierte heute den niederösterreichischen Gesundheits- und Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka wegen einer "Kunstaktion" im Weinviertel Klinikum auf des heftigste.
Ram: "Nach Zeitungsberichten und Berichten von empörten Krankenhausbesuchern und Patienten wurde in Anwesenheit von Gesundheitslandesrat Wolfgang Sobotka ein Schüttbild von Hermann Nitsch bei der Eröffnung des Hauses B präsentiert. Dieses Bild, das laut Zeitungsberichten ein so genanntes Blutbild sein soll, sorgt für Aufregung unter Mitarbeitern, Rot-Kreuz-Helfern, Patienten und Krankenhausbesuchern." Landesrat Sobotka wird in einer Zeitung wie folgt zitiert: "Es gibt in ganz Österreich kein zweites Krankenhaus, wo ein echter Nitsch hängt. Die Gesellschaft darf sich glücklich schätzen, solche Künstler zu haben." Ram dazu: "Ich bekenne mich selbstverständlich zur Freiheit der Kunst, für mich stellt sich allerdings die Frage, ob ein Krankenhaus der richtige Ort für diese Blutkunst ist? Außerdem stellt sich für mich die Frage, ob gut situierte Künstler, wie ein Herr Nitsch durch die öffentliche Hand gefördert werden müssen? Außerdem wäre ein Psychologe beizuziehen, ob schwer verletzte Patienten durch dieses Bild nicht psychisch belastet werden."
Die Freiheitlichen haben daher eine Anfrage an LH Pröll, Vize Liese Prokop und Sobotka eingebracht, wo sie unter anderem wissen wollen:
1. Halten Sie es für sinnvoll, in einem Krankenhaus ein so genanntes "Blutbild" vom Künstler Hermann Nitsch aufzuhängen?
2. Sind aus Ihrem Ressort Steuergelder für den Ankauf des besagten Bildes verwendet worden? Wenn ja, wie erklären Sie einem ehrenamtlichen Rot-Kreuz-Mitarbeiter, dass für Rettungsorganisationen in permanenter Geldmangel herrscht, für diese "Kunst" Steuergeld zur Verfügung gestellt wird?
3. Können Sie ausschließen, dass über Förderungen des Landes Gelder des Weinviertel Klinikums für diesen Ankauf verwendet wurden? 4. Können Sie ausschließen, dass verletzte Patienten psychische Schäden durch den Anblick dieses Bildes erleiden?
5. Wie viele Werke des Künstlers Hermann Nitsch wurden durch Ihr Ressort in den letzten zehn Jahren angekauft, wie viel Steuergeld wurde dafür ausgegeben?
Ram abschließend: "Für Rettungsorganisationen fehlt in Niederösterreich rund herum das Geld. Ehrenamtliche Mitarbeiter, die am Wochenende ihre Freizeit opfern, fühlen sich durch diese Aktion echt gefrotzelt. Wahrscheinlich ist das ganze ein Dankeschön des Landeshauptmannes an seinen Freund Hermann Nitsch, der ihm im Wahlkampf ja so geholfen hat."

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