- 01.04.2004, 12:03:45
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VP Walter: Produktion wandert ab, die SPÖ Wien schaut hinterher
Wer die Steuerreform ablehnt, schadet dem Standort Wien
Wien (1. April 2004) - "Während die Wiener SPÖ Granden beim
AK-Wahlkampfauftakt Schuldzuweisungen in Richtung Bundesregierung
adressierten und eigene Leistungen glorifizierten, kündigt Philips
die Einstellung der Beamer-Produktion in Wien mit zuletzt 120
Beschäftigten an. Ein peinlicher Regiefehler aber leider wohl nicht
der Letzte dieser Art", sagt heute der Wiener
VP-Landesgeschäftsführer Norbert Walter. "Anstatt die permanenten
Kommunikationsschwierigkeiten in der SPÖ-Bundeszentrale zu
kommentieren und interpretieren sollte sich Bürgermeister Häupl mehr
um die Probleme des Wiener Arbeitsmarktes kümmern. Das aktuelle
Beispiel von Philips ist kein Einzelfall: Die Beschäftigtenzahl in
der Produktion ist von 228.000 auf zuletzt 91.000 eingebrochen,
alleine die großen Industriekonzerne haben seit Mitte der 90er Jahre
10.000 Arbeitsplätze in Wien abgebaut. Dafür sind der Bürgermeister
und die gesamte Wiener Stadtregierung verantwortlich."
"Gegenmaßnahmen, die von Wirtschaftsexperten vorgeschlagen wurden,
verkommen in den Rathausschubladen. Vor zehn Jahren hat das Wifo die
Ausweisung und Entwicklung eines Industriegebiets am ehemaligen
Flugfeld in Aspern angeregt, Ähnliches wäre für die ÖVP Wien am
Alberner Hafen vorstellbar. Darüber hinaus muss es auch im
innerstädtischen Bereich einen besseren Nutzungsmix zwischen Wohnen,
Arbeiten und Infrastruktur geben, zusätzlich ist die gesamte
Förderpolitik insbesondere im Technologiebereich ab 2006 neu zu
überdenken. Die SPÖ beschränkt sich auf Kritik an der Bundesregierung
und hier vor allem an der Steuerreform. Wer aber die dringend
notwendige Senkung der Körperschaftssteuer ablehnt, schadet dem
Standort Wien, seinen Unternehmen und den Beschäftigten", so der
Landesgeschäftsführer.
Walter abschließend: "Wie lange in Wien Entscheidungen dauern, hat
man zuletzt in der Frage der neuen Ladenöffnungszeiten gesehen.
Niederösterreich hat angesichts der EU-Erweiterung nicht gezögert und
die Chance der Ausweitung sofort ergriffen. Die jüngsten
Erfolgszahlen der SCS geben Niederösterreich recht - die Wirtschaft
boomt, leider wieder einmal außerhalb der Bundeshauptstadt."
(Schluss)
OTS0131 2004-04-01/12:03
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