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"Neues Volksblatt" Kommentar: "Am Klo" (Von Walter Salzmann)
Ausgabe vom 1. April 2004
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Linz (OTS) - Wenn die Kommunikations-Chefin der SPÖ ausrückt, um
in einem Gastkommentar im "Standard" einen partei-internen Kritiker
Alfred Gusenbauers den Kopf zu waschen, ("Eitelkeitspirouetten statt
Politik"), kann man erahnen, in welchem Zustand sich die Partei seit
Spargelessen und Blau-Rot in Kärnten befindet.
Während der SPÖ-Vorsitzende also schon ums Überleben kämpft, hält
sich einer der ganz großen Genossen freilich dezent im Hintergrund:
Heinz Fischer vermeidet es tunlichst, zur Krise in der eigenen Partei
Stellung zu beziehen.
Fischers beharrliches Schweigen zu den Vorgängen in Kärnten, zur
Rolle Gusenbauers und zu den Spaltungstendenzen in der SPÖ ist feige.
Nur net irgendwo anecken: Das plakatierte Gewissen hat sich ins
Schneckenhaus zurückgezogen, gibt seine eigene Werbebotschaft der
Lächerlichkeit preis und lässt seine eigene Partei und deren
Vorsitzenden in einer entscheidenden Phase im Stich.
Wie hat Bruno Kreisky einst Heinz Fischer charakterisiert? "Immer,
wenn's schwierig wird, ist er am Klo und kommt zurück, wenn die Sache
ausgestanden ist."
OTS0308 2004-03-31/19:50
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