Bayr zu Fachhochschulen: Offensive zu begrüßen, geht aber zu wenig weit

SPÖ bleibt bei ihrer Forderung: 600 neue FH-Studienplätze pro Jahr schaffen

Wien (SK) Prinzipiell sei eine Fachhochschuloffensive zu begrüßen, was die Regierung aber heute präsentiert habe, sei zu wenig - und zwar in etlichen Punkten, so Petra Bayr, SPÖ-Abgeordnete und Fachhochschul-Projektleiterin, Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Würde Bildungsministerin Gehrer dafür sorgen, dass, wie von der SPÖ gefordert, 600 FH-Studienanfängerplätze pro Jahr geschaffen werden, könnte das gesteckte Ziel von 33.000 Studienplätzen schon im Jahr 2007 erreicht werden, und nicht erst 2010", so Bayr. Dass sich die Regierung bei ihren Ausbauplänen so bescheiden gibt, sei umso bedauerlicher, als gerade die Fachhochschule ein enorm wichtiges Bildungssegment mit großem Potenzial sei. ****

Die SPÖ-Abgeordnete vermisst in dem Regierungsentwurf auch Initiativen zur Erhöhung des Frauenanteils in den Fachhochschulen, eine Stärkung der studentische Mitbestimmung sowie Maßnahmen in die medizinische nicht-ärztliche Ausbildung. Um den Frauenanteil an den Fachhochschulen zu erhöhen, hat die SPÖ vorgeschlagen, jenen Studiengängen, die auf Frauengewinnungsprogramme verweisen können, bei der Bewilligung von Bundesmitteln den Vorzug zu geben. Außerdem sollten Studienangebote v.a. in den Bereichen Tourismus und Soziales - Stichwort "soft skills" -, deren InteressentInnen größtenteils weiblich sind, verstärkt angeboten werden, um das eklatante Missverhältnis von einem Studienplatz, der auf durchschnittlich acht InteressentInnen kommt, rasch zu korrigieren.

"Die Fachhochschule ist eine besonders interessante und auch günstige Form, akademische Bildung zu verbreiten und muss daher noch stärker ausgebaut werden, als von der Regierung geplant ist", so Bayr abschließend. (Schluss) cs

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