Schierhuber: Europaparlament findet guten Kompromiss in Tiertransportfrage

Sachlich-wissenschaftliche Vorgangsweise statt Emotionalisierung

Straßburg, 30. März 2004 (ÖVP-PK) "Ich bin zufrieden über den länder- und fraktionsübergreifenden Kompromiss, den wir heute in der Frage der Tiertransport-Verordnung gefunden haben. Es war notwendig, in dieser Frage sachlich und wissenschaftlich vorzugehen. Das haben wir getan", sagte heute, Dienstag, die österreichische Bauernvertreterin im Europaparlament, Agnes Schierhuber, im Anschluss an die Plenarabstimmung. "Die Vermeidung unnötiger Tiertransporte sowie der Schutz von Tieren beim Transport ist ein grundsätzliches Anliegen der Landwirtschaft. Es muss jedoch sichergestellt werden, dass die gesetzlichen Vorschriften auch praxisgerecht sind. Bei der Durchführung der Bestimmungen darf es nicht zu Wettbewerbsnachteilen für unsere Bauern in Europa kommen. Die Regelung muss in einem sinnvollen ökonomischen Kontext bleiben", betonte Schierhuber. ****

Für die ÖVP-Europaabgeordnete stand es außer Frage, dass die Transportregelungen für Tiere so gestaltet werden müssen, dass die Tiere wohlbehalten und unter bestmöglichen Bedingungen am Zielort angelangen. "Das ist im Sinne aller - der Bauern, des Tierschutzes und der Tiere selbst", unterstrich Schierhuber. Die heute im Europaparlament verabschiedete Regelung sieht vor, dass der Transport einzelner Tiere, der Transport zu öffentlichen Veranstaltungen, Ausstellungen und zur Ausbildung von der Transporte-Verordnung ausgenommen sein soll. Auch Transporte im Sinne der üblichen Wander-und Weidehaltung sind ausgenommen.

"Für den Transport von Schlachtvieh soll eine Begrenzung von neun Stunden gelten, wobei unter genau bestimmten Bedingungen eine Verlängerung von zwei Stunden möglich ist. Dies gilt jedoch nur, wenn zwei Schlachthöfe innerhalb eines Radius von 500 km vorhanden sind", fasste Schierhuber die Kernpunkte der Einigung zusammen. Das Europaparlament drückt in seinem Bericht auch aus, dass eine Schlachtung möglichst nah am Aufzuchtort den Vorrang haben sollte. "Hand in Hand damit muss die Entwicklung lokaler Schlachthöfe gehen. Dieser Einsatz auch für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen ist auch ein Beitrag der Politik zur Entwicklung des ländlichen Raumes, ebenso wie unsere Forderung nach einem verstärkten Einsatz mobiler Schlachthöfe", betonte die ÖVP-Europaparlamentarierin aus dem Waldviertel.

Scharf verurteilt wurde von Schierhuber die jüngste Aktion der internationalen Organisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals), die in einer groß angelegten Kampagne die Haltung und Schlachtung von Nutztieren mit den Greueltaten des Nazi-Regimes vergleicht. "Die grauenhaften Verbrechen an Menschen mit der Nutztierhaltung gleichzusetzen ist moralisch untragbar. Ich lehne diese Kriminalisierung der ehrlichen Arbeit von Bauern schärfstens ab und freue mich sehr darüber, dass auch das Europäische Parlament dieser meiner Position mit Applaus zugestimmt hat", sagte Schierhuber.

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