- 30.03.2004, 13:22:03
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Schierhuber: Europaparlament findet guten Kompromiss in Tiertransportfrage
Sachlich-wissenschaftliche Vorgangsweise statt Emotionalisierung
Straßburg, 30. März 2004 (ÖVP-PK) "Ich bin zufrieden über den
länder- und fraktionsübergreifenden Kompromiss, den wir heute in der
Frage der Tiertransport-Verordnung gefunden haben. Es war notwendig,
in dieser Frage sachlich und wissenschaftlich vorzugehen. Das haben
wir getan", sagte heute, Dienstag, die österreichische
Bauernvertreterin im Europaparlament, Agnes Schierhuber, im Anschluss
an die Plenarabstimmung. "Die Vermeidung unnötiger Tiertransporte
sowie der Schutz von Tieren beim Transport ist ein grundsätzliches
Anliegen der Landwirtschaft. Es muss jedoch sichergestellt werden,
dass die gesetzlichen Vorschriften auch praxisgerecht sind. Bei der
Durchführung der Bestimmungen darf es nicht zu Wettbewerbsnachteilen
für unsere Bauern in Europa kommen. Die Regelung muss in einem
sinnvollen ökonomischen Kontext bleiben", betonte Schierhuber. ****
Für die ÖVP-Europaabgeordnete stand es außer Frage, dass die
Transportregelungen für Tiere so gestaltet werden müssen, dass die
Tiere wohlbehalten und unter bestmöglichen Bedingungen am Zielort
angelangen. "Das ist im Sinne aller - der Bauern, des Tierschutzes
und der Tiere selbst", unterstrich Schierhuber. Die heute im
Europaparlament verabschiedete Regelung sieht vor, dass der Transport
einzelner Tiere, der Transport zu öffentlichen Veranstaltungen,
Ausstellungen und zur Ausbildung von der Transporte-Verordnung
ausgenommen sein soll. Auch Transporte im Sinne der üblichen Wander-
und Weidehaltung sind ausgenommen.
"Für den Transport von Schlachtvieh soll eine Begrenzung von neun
Stunden gelten, wobei unter genau bestimmten Bedingungen eine
Verlängerung von zwei Stunden möglich ist. Dies gilt jedoch nur, wenn
zwei Schlachthöfe innerhalb eines Radius von 500 km vorhanden sind",
fasste Schierhuber die Kernpunkte der Einigung zusammen. Das
Europaparlament drückt in seinem Bericht auch aus, dass eine
Schlachtung möglichst nah am Aufzuchtort den Vorrang haben sollte.
"Hand in Hand damit muss die Entwicklung lokaler Schlachthöfe gehen.
Dieser Einsatz auch für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen ist
auch ein Beitrag der Politik zur Entwicklung des ländlichen Raumes,
ebenso wie unsere Forderung nach einem verstärkten Einsatz mobiler
Schlachthöfe", betonte die ÖVP-Europaparlamentarierin aus dem
Waldviertel.
Scharf verurteilt wurde von Schierhuber die jüngste Aktion der
internationalen Organisation PETA (People for the Ethical Treatment
of Animals), die in einer groß angelegten Kampagne die Haltung und
Schlachtung von Nutztieren mit den Greueltaten des Nazi-Regimes
vergleicht. "Die grauenhaften Verbrechen an Menschen mit der
Nutztierhaltung gleichzusetzen ist moralisch untragbar. Ich lehne
diese Kriminalisierung der ehrlichen Arbeit von Bauern schärfstens ab
und freue mich sehr darüber, dass auch das Europäische Parlament
dieser meiner Position mit Applaus zugestimmt hat", sagte
Schierhuber.
Rückfragen: MEP Agnes Schierhuber, Tel.: 0033-3-8817-5741
([email protected]) oder Mag. Philipp M. Schulmeister,
EVP-ED Pressestelle, Tel.: 0032-475 79 00 21
([email protected])
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