- 30.03.2004, 12:13:27
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Land Kärnten stärkt Klein- und Mittelbetriebe in Grenzlandgebieten
LH Haider: "Grenzlandförderung Neu" soll Wettbewerbsnachteile ausgleichen und Kärnten als Wirtschaftsstandort stärken
Klagenfurt (LPD) - Um die Wettbewerbsfähigkeit der Kärntner
Klein- und Mittelbetriebe und eine forcierte technologieorientierte
Standortentwicklung im Zuge der EU-Erweiterung zu fördern wurde
heute, Dienstag, im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung die
"Grenzlandförderung Neu" vorgestellt. Landeshauptmann Jörg Haider
berichtete, dass der Bund und das Land Kärnten jeweils vier Millionen
Euro beisteuern würden. Die insgesamt acht Millionen Euro würden für
Maßnahmen der Wirtschaftsförderung verwendet werden, um
Wettbewerbsnachteile auszugleichen, so Haider.
Der Landeshauptmann betonte, dass Kärnten als erstes Bundesland
diesen Grenzlandfonds einführe und so wieder seine Vorreiterposition
unter Beweis stelle: "Klein- und Mittelbetriebe in den Grenzgebieten
zu den neu zur EU kommenden Ländern (wie Slowenien) werden so
effektiv unterstützt, um die unterschiedlichen Förderbedingungen
auszugleichen", sagte Haider. In diesem Zusammenhang verwies er auch
auf die bereits installierten Exportbüros, die auf Hochtouren
arbeiteten, um neue Märkte aufzubauen bzw. zu betreuen. Die
Steuerreform mit der Senkung des Körperschaftssteuersatzes von 34 auf
25 Prozent werde ebenfalls kleinere Betriebe fördern und damit dazu
beitragen, unser Bundesland zu einem bevorzugten Wirtschaftsstandort
zu machen, so Haider.
Hans Schönegger, Chef des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds
(KWF), nannte die Schwerpunkte der Förderung. Es soll zu einer
Stärkung der Standortbedingungen und der Innovationsfähigkeit der
Kärntner Unternehmen (KMU) kommen. Der Zugang zu spezialisierten
Dienstleistungen soll erleichtert und die außeruniversitäre
Forschungsinfrastruktur soll gefördert werden. "Vorrangiges Ziel ist,
Kärnten als Technologiestandort auszubauen und eine Plattform für
Unternehmen außerhalb Österreichs zu ermöglichen", so Schönegger.
Gefördert würden Betriebsansiedlungs- und Neugründungsprojekte,
Projekte zur Durchführung von Produkt- und Verfahrensverbesserungen,
Kapazitätsausweitungen, Projekte in Zusammenhang mit
grenzüberschreitenden Kooperationen sowie Qualifizierungsmaßnahmen
für UnternehmerInnen. Die förderbaren Kosten betrügen mindestens
4.000 und maximal eine Million Euro. Es gebe entweder einen nicht
rückzahlbaren Zuschuss von maximal 20 Prozent der förderbaren Kosten
oder ein zinsbegünstigtes Darlehen bis maximal 40 Prozent
beziehungsweise auch eine Mischvariante aus beiden.
Haider verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Wichtigkeit
von IMONODE für Österreich und Kärnten angesichts der EU-Erweiterung,
da Österreich auch hinsichtlich des Ost-West-Verkehrs eine besondere
Schnittstelle werde. Das Forum IMONODE (Integration of Modes and
Nodes in Cargo Transport in South and Central Europe - Interreg IIIB
Cadses Programme) ist ein internationales Infrastrukturprojekt mit
Partnern in Italien, Slowenien, Kroatien, Serbien, Ungarn und
Griechenland. Es befasst sich mit dem intermodalen Güterverkehr mit
Schwerpunkt Schiene und sucht Lösungsvorschläge für optimierte
Terminalstandorte zur Anbindung der Regionen an die internationalen
Verkehrskorridore und damit zur Aufwertung der Regionen als
Wirtschaftsstandorte.
Für Kärnten ergebe sich die Knotenfunktion zwischen der
Koralm-Achse und den Nord-Südverbindungen Tauern- und Pyhrn-Achse, so
Haider. Ziel sei es, die Ost-West-Verbindung der Koralmbahn als
TEN-Achse zwischen Oberitalien und Mittel- und Osteuropa zu festigen.
1,2 Milliarden Euro seien dafür bereits vom Infrastrukturministerium
abgesichert, weitere 1,5 Milliarden Euro sollen in Kürze mit Minister
Hubert Gorbach ausverhandelt werden.
(Schluss)
OTS0120 2004-03-30/12:13
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