- 29.03.2004, 12:06:27
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Darabos: ÖVP soll untergriffigen Wahlkampfstil einstellen
Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos fordert
die ÖVP auf "im Sinne einer fairen und inhaltlich seriösen
Wahlauseinandersetzung und, um die Würde des höchsten Amtes im Staate
nicht zu ruinieren", vom aktuellen Wahlkampfstil abzurücken, bzw.
darauf hinzuwirken, dass ÖVP-nahe Kreise auf untergriffige und
persönlich diffamierende Methoden verzichten. Konkret bezieht sich
Darabos auf gestrige Zeitungsinserate, die den
SPÖ-Präsidentschaftskandidaten Heinz Fischer persönlich
verunglimpfen, noch dazu mit falscher Quellenangabe. Die "halbherzige
Distanzierung" des Sprechers des Ferrero-Personenkomitees, Kurt
Bergmann, der für seine erfolglosen Ranger-Methoden der 70er Jahre
bekannt sei, sei zwar zur Kenntnis zu nehmen, recht glaubwürdig und
vertrauenserweckend sei sie aber nicht. Darabos fordert nun ein
klares Bekenntnis Bergmanns, dass er innerhalb der ÖVP und im Kreise
der Unterstützer für Ferrero darauf hinwirken wird, dass dieser
Wahlkampfstil umgehend eingestellt wird. ****
Darabos vermutet, dass der ÖVP-Wahlkampfstil - "der ganz
offensichtlich im Einverständnis mit der ÖVP-Kandidatin
Ferrero-Waldner praktiziert wird" - der Kandidatin selbst
letztendlich nicht nützlich sein werde. "Die Österreicherinnen und
Österreicher wollen keine politische Schlammschlacht", sagte der
SPÖ-Bundesgeschäftsführer, "sie wollen wissen, wofür die Kandidaten
stehen, wie sie sich innen- und außenpolitisch positionieren und
welches Amtsverständnis sie haben". Und sie wollen wissen, so Darabos
abschließend, wie die ÖVP-Kandidatin ihre vollinhaltliche Zustimmung
zu den unsozialen Maßnahmen der Regierung der letzten Jahren
argumentiert. (Schluss) se
OTS0118 2004-03-29/12:06
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