• 29.03.2004, 10:20:58
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Wenn der Straßenatlas zum gefährlichen Geschoss wird

Experte: bei Kindersitzen auf aktuelle Norm achten - Reader's Digest gibt Tipps für mehr Sicherheit im Auto

Wien/Stuttgart (OTS) - Ein verantwortungsbewusster Fahrstil allein
garantiert keine sichere Fahrt. Das Magazin Reader's Digest
Österreich gibt deshalb in seiner April-Ausgabe Tipps, wie jeder
Einzelne das Unfallrisiko vermindern kann. Die Kernbotschaft: Die
regelmäßige Wartung in einem Fachbetrieb ist die halbe Miete.

Schon beim Kauf eines Neuwagens sollte nicht an der Sicherheit
gespart werden. Während das Antiblockiersystem (ABS) in den meisten
Fahrzeugen mittlerweile Standard ist und im Notfall helfen kann, den
Bremsweg um bis zu 20 Prozent zu reduzieren, sind Kopf- und
Seiten-Airbags, aber auch das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP)
keineswegs immer Serie. Verkehrsexperten raten trotzdem zu solchen
Investitionen in die eigene Sicherheit, auch wenn Zusatzausstattungen
schnell über 350 Euro kosten können.

Nicht kleckern, sondern klotzen heißt es auch, wenn es um die
Sicherheit von Kindern im Auto geht. So rät Volker Noeske von der
deutschen Sachverständigenorganisation DEKRA: "Nur Sitze kaufen, die
nach der aktuellen Norm (ECE 44-03) geprüft wurden." Wichtig sei vor
allem, dass der Sitz zum Alter und zum Gewicht des Kindes passt.
Noeske: "Vor dem Kauf sind Probeeinbau und Probesitzen unabdingbar."
Der Grund: Das Kind muss sich auch auf langen Fahrten im Sitz wohl
fühlen und darf sich nicht ungewollt losschnallen können.

Allerdings warnen die Experten davor, sich allein auf die
eingebauten Sicherheitssysteme zu verlassen. Der Fahrer oder die
Fahrerin müssen auch selbst ihren Beitrag leisten. Beispiel: die
Reifen. Wer mit abgefahrenen Reifen fährt, begibt sich genauso in
Gefahr wie der, dessen Reifen zu wenig Luft haben und die sich
deshalb schnell erwärmen können. Bei der Profiltiefe hilft ein
einfacher Test mit der Ein-Euro-Münze: Wenn die gelbe Umrandung der
Münze nicht mehr komplett im Profil verschwindet, ist ein
Reifenwechsel angebracht. Grundsätzlich gilt: Spätestens nach sechs
Jahren sollte man die alten durch neue Reifen austauschen. Übrigens,
wer mit abgefahrenen Reifen fährt, riskiert im Falle eines Unfalls
seinen Kaskoschutz.

Überhaupt sollte man regelmäßig mit seinem Wagen in die Werkstatt
zum Kundendienst kommen. So hat die DEKRA in einem deutschlandweiten
Feldversuch festgestellt, dass bei jedem dritten Wagen die
Bremsflüssigkeit zu alt war. Wichtig auch: Die Stoßdämpfer müssen
intakt sein, garantieren sie doch die optimale Funktion anderer
Sicherheitssysteme wie ABS.

Es sind aber auch die Kleinigkeiten, mit denen jeder
Verkehrsteilnehmer das Unfallrisiko selbst senken kann. Angefangen
bei sauberen Scheinwerfern - schmutzige können schnell die Sichtweite
dramatisch verringern - bis hin zur Gefahr, die von voll beladenen
Fahrzeugen ausgeht. Experten haben berechnet, dass ungesicherte
Gepäckstücke bei einer Kollision mit Tempo 30 bereits mit 15-facher
Erdbeschleunigung durch den Wagen katapultiert werden. Ein
Straßenatlas oder ein Regenschirm, lose auf die Hutablage gelegt,
können da leicht zum Geschoss werden.

Die April-Ausgabe von Reader's Digest Österreich ist ab sofort an
zentralen Kiosken erhältlich.

Vollständiger Artikel aus der April-Ausgabe zum Download:
http://www.readersdigest.at: auf Service für Journalisten klicken
(Rubrik Magazin Reader's Digest)

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ots Originaltext: Reader's Digest Deutschland

OTS0054    2004-03-29/10:20

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