Grüne/Jerusalem: Nicht mehr Sicherheit durch Wegweisung von Verdächtigen

Zu wenig Suchtpräventions-Maßnahmen in Schulen vorhanden

Wien (Grüne) - Innenminister Strasser setzt auf sein rechtspopulistisches Gespür. Um die Schulen zu beruhigen, soll mittels Gesetz, die Möglichkeit eröffnet werden, dass im Umkreis von 150 Metern rund um Schulen Sicherheitszonen eingerichtet werden, die von der Polizei überwacht werden. Verdächtige Personen sollen weggewiesen werden können. "Damit würde aber nur neuerlich den Eltern und LehrerInnen Sand in die Augen gestreut", stellt die Schulsprecherin der Wiener Grünen zu dieser Alibiaktion fest. Suggeriert werde, dass mit dem Wegweisen verdächtiger Personen Sicherheit und Schutz vor Drogen hergestellt werde. Susanne Jerusalem: "Verbrecher nimmt man fest, man verscheucht sie nicht". Ob ein Verdacht zu Recht bestehe wird man durch Wegweisen am aller wenigsten feststellen können.

Das fortgesetzte Ausweiten des Wegweiserechts auf Verdacht oder weil jemand auf Grund seiner Verwahrlosung einer unerwünschten Randgruppe zugeordnet werde, sei entschieden abzulehnen und brächte in punkto Sicherheit nichts. Alles was der Minister erreiche sei, dass woanders gedealt werde. "Drogenkauf und - verkauf wird nicht dort stattfinden, wo eine Videoüberwachung installiert oder eine ‚Schutzzone' eingerichtet wird", so Jeruslem.

Ein massives Defizit sieht Jerusalem allerdings in der Tatsache, dass Suchtprävention nur in geringem Ausmaß an Wiener Schulen stattfände. Engagierte Elternvereine seien darauf angewiesen Sponsorengelder aufzustellen, um Präventionskonzepte umzusetzen. Das Betteln um Subventionen nehme immer mehr Kraft und Zeit in Anspruch. Jerusalem setzt sich dafür ein, dass in die Primärprävention zügig investiert werde. Jerusalem: "Eltern und Schule sollen den SchülerInnen Selbstwertgefühl vermitteln, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit kann man lernen, damit wäre ein erster wichtiger Schritt getan." Kinder stark machen könne ein wichtiges Schutzschild darstellen, eine Suchtpersönlichkeit entstehe nicht von heute auf morgen.

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