Gorbach installiert Wissenschaftlichen Beirat Funk, denn "die Strahlenthematik muss endlich seriös und sachlich diskutiert werden"

Unabhängige Wissenschafter aus Medizin und Technik sollen ressort- und fachübergreifend Schlussfolgerungen ausarbeiten

Wien (OTS) - "Wir wollen weg von den irrationalen Ängsten, wenn es um die Frage geht, welche Auswirkungen unterschiedliche Strahlungen auf die Gesundheit der Menschen haben können. Das Ziel des Beirates ist es, die Diskussion durch eine breite Expertenbasis zu versachlichen. Am Ende des Tages wollen wir fachlich fundierte und wissenschaftlich abgesicherte Schlussfolgerungen vorweisen", erklärte VK Infrastrukturminister Hubert Gorbach seine Erwartungen an den WISSENSCHAFTLICHEN BEIRAT FUNK, der am Freitag im Techgate Vienna zu seiner erste Arbeitssitzung zusammentrat.

Die öffentliche Diskussion über die Gesundheitsgefährdung durch nichtionisierende Strahlen sei in Österreich von hoher Emotionalität und wissenschaftlich nicht nachgewiesenen Behauptungen geprägt, so Gorbach. Eine Versachlichung dieser Querschnittsmaterie auf einer breiten Basis unter Einbeziehung von Experten aus unterschiedlichen Bereichen und Ressorts sei daher dringend notwendig. In die Diskussion über den Gesundheitsschutz der Menschen müsse man neben dem Mobilfunkbereich auch andere Funkquellen wie Rundfunk, Richtfunk oder Satellitenfunk sowie sonstige Quellen elektromagnetischer Felder wie Hochspannungsleitungen, Transformatoren, Mikrowellengeräte oder Diebstahlssicherungen in Kaufhäusern einbeziehen.

Unter dem Vorsitz des Physikers Univ.-Prof. Dr. Norbert V a n a, Professor für Strahlenschutz an der Technischen Universität Wien, und seines Stellvertreters Univ.-Prof. Dr. Christian W o l f, Klinische Abteilung für Arbeitsmedizin, Medizinuniversität Wien, besteht die erste Aufgabe des Beirats darin, publizierte Untersuchungen, Studien und Forschungsarbeiten, die sich mit dem Thema 'Nichtionisierende Strahlen und Gesundheit’ befassen, zu beraten und entsprechende Schlussfolgerungen auszuarbeiten.
"Wir wollen uns den Sorgen der Betroffenen verantwortungsvoll stellen und die Bedenken auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse seriös zerstreuen", so Gorbach.
Als Innovationsminister und als oberste Fernmeldebehörde habe er es deshalb übernommen, diese Initiative voranzutreiben. Andere mit dieser oder ähnlichen Materien befasste Bundesministerien werden eingebunden, um die Ergebnisse dieses über das Verkehrsministerium initiierte Beratungsgremium als Grundlage für politische Entscheidungen auf breiter Basis heranziehen zu können. Es sei aber sichergestellt, betonte Gorbach, dass der Beirat in der Erfüllung seiner Aufgaben von allen Interessensträgern unabhängig und weisungsfrei ist. Dies sei auch in seiner Geschäftsordnung ausdrücklich verankert.
Um den wissenschaftlichen Hintergrund sicherzustellen, wurden die Austrian Research Centers - ARC beauftragt, sich der Durchführung dieser Initiative anzunehmen. (Schluss bxf)

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