- 25.03.2004, 10:51:41
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Mysteriöses Druiden-Heiligtum entdeckt
Wien (OTS) - Österreichische Archäologen wollen das Rätsel eines
jüngst entdeckten keltischen Sakralbaus lösen. Auch
Nicht-Wissenschaftler können sich an der Ausgrabung beteiligen.
Tauschten keltische Druiden ihr architektonisches Wissen im
gesamten europäischen Raum aus? Es scheint so: Ein Druiden-Heiligtum,
das kürzlich im Nordosten Österreichs entdeckt wurde, weist einen
rechteckigen Baustil auf, der bislang vornehmlich im tausende
Kilometer entfernten Frankreich vermutet wurde.
Der von Holzpalisaden umzäunte, rund 2400 Jahre alte Sakralbau
wurde von Druiden für Opfer-Riten genutzt, bei denen kostbarer
Schmuck, Waffen, aber auch Menschenleben für die Gunst der Götter
sorgen sollten, wie das Archäologenteam um Dr. Veronika Holzer vom
Naturhistorischen Museum Wien (www.nhm-sandberg.at.tt) anhand der
außergewöhnlichen Fundvielfalt feststellen konnte.
Seit 2001 wird die über 22 Hektar große Anlage
"Fürstensitz-Keltenstadt Sandberg" erforscht. "Mit dem Fund des
Druiden-Heiligtums wird nun klar, dass hier nicht nur eines der
mächtigsten Laténe-zeitlichen (450 v.Chr. bis Christi Geburt)
Wirtschafts- und Handelszentren des zentraleuropäischen Raumes lag,
sondern auch ein religiöser Mittelpunkt", so Dr. Holzer.
Den Archäologen eröffnet sich damit ein unvergleichlicher Blick in
die Kultur und Mythologie der Kelten. "Erstmals wird es möglich,
einen keltischen Stadtplan mit Straßen, Häusern, einem Fürstensitz,
Heiligtümern und Befestigungsanlagen zu rekonstruieren", freut sich
die Archäologin auf die Fortführung der Grabung, an der neuerdings
auch Nicht-Wissenschaftler teilnehmen können.
In Zusammenarbeit mit der "ARGE Wissenschafts-Tourismus"
(http://www.wissenschafts-tourismus.at) wird eine exklusive Kultur-
und Erlebnis-Woche angeboten, bei der Touristen nach einer
theoretisch/praktischen Einführung gemeinsam mit den Wissenschaftlern
nach Schätzen der Antike schürfen können - um dabei auch die
finanzielle Basis der Grabung zu sichern.
Reiseangebote der ARGE Wissenschafts-Tourismus vermitteln tiefe
Einblicke in die Welt unserer Vorfahren: Neben der Grabung Sandberg
ist auch eine Teilnahme an wissenschaftlichen Grabungen beim
römisch-keltischen Noreia-Tempel in Hohenstein, in der keltischen
Wallburg in Goldegg und dem berühmten Archäologiepark Carnuntum bei
Wien möglich.
OTS0102 2004-03-25/10:51
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