- 25.03.2004, 09:54:14
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Niederösterreich forciert ehrgeiziges Flussprojekt
Plank: "Naturnahe Gestaltung von Flussstrecken das Ziel"
St. Pölten (NLK) - Die Vernetzung der Fischwanderwege über die
Donau bis hin zur Ybbs wird in den nächsten fünf Jahren ausgeweitet.
"Die Zusage der EU, im Rahmen des EU-Naturschutzprogramms LIFE mehr
als 1,5 Millionen Euro an Förderung für Niederösterreich
bereitzustellen, ermöglicht uns, in den nächsten Jahren die bisher
konsequent umgesetzten Revitalisierungen an den Voralpenflüssen Melk,
Mank und Pielach fortzusetzen", stellte dazu Landesrat Dipl.Ing.
Josef Plank fest. Der Beschluss des zuständigen Habitat-Ausschusses
in Brüssel stellt die Mittel für die Fortführung dieser für den
Lebensraum des Huchen, aber auch weiterer heimischer Fische so
wichtigen Schritte bereit. Dabei werden die schon bisher mit großem
Erfolg abgeschlossenen Vernetzungen der Voralpenflüsse unter
Miteinbeziehung der Donau fortgeführt.
Die Flüsse Pielach und Melk münden unterhalb des Donaukraftwerks
Melk, die Erlauf und die Ybbs oberhalb des Kraftwerks in die Donau.
Das neu bewilligte Projekt beinhaltet eine Fischaufstiegshilfe beim
Kraftwerk Melk und soll den Mündungsbereich der Ybbs in die Donau
wieder in einen naturnahen Zustand zurückführen.
"Niederösterreich stellt insgesamt rund 235.000 Euro, verteilt auf
die Jahre 2004 bis 2009, zur Verfügung. Als Projektpartner konnten
das Lebensministerium, die Austrian Hydro Power AG (AHP) und der NÖ
Landesfischereiverband gewonnen werden", meint Plank zu den
ehrgeizigen Plänen zur Fischpassierbarkeit der Donau und damit der
Verbindung der NÖ Alpenvorlandflüsse über die Donau.
Zwei Baumaßnahmen beinhaltet das nun bewilligte Projekt. Die erste
Maßnahme betrifft das Großbauvorhaben einer Fischaufstiegshilfe beim
Donaukraftwerk Melk. Dieses Vorhaben kann auch als wichtiges Signal
unter dem Gesichtspunkt der notwendigen Umsetzung der Vorgaben der
Wasserrahmenrichtlinie gesehen werden. Niederösterreich zeigt damit
einmal mehr auch, dass es am Sektor Wasser eine Vorreiterrolle in
Europa einnimmt.
Die zweite Maßnahme betrifft den Mündungsbereich der Ybbs in die
Donau. Dieser soll in einen möglichst naturnahen Zustand rückgebaut
werden. Die Schaffung von Kieszonen und naturnah gestalteten
Uferabschnitten sowie die Aufweitung der Ybbsmündung auf insgesamt 5
Hektar Fläche stellen den Kern dieser Bauvorhaben dar. Nach Abschluss
der Arbeiten soll die Ybbs in mehreren Verzweigungen und über ein
großzügiges Areal verteilt in die Donau münden.
Plank: "Naturnaher Flussbau, der die Ziele der
Wasserrahmenrichtlinie verfolgt und dabei auch den notwendigen
Hochwasserschutz für die an den Flüssen lebende Bevölkerung bietet,
wird in Niederösterreich auch künftig ein wesentliches
landschaftsgestaltendes Element sein."
Weitere Informationen: Büro Landesrat Plank, Dr. Milota, Telefon
0676/552 59 39, e-mail [email protected].
OTS0063 2004-03-25/09:54
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