• 24.03.2004, 10:39:11
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Kossina: Abfall vermeiden auch am Bau

Ressourcenschonung in der Bauwirtschaft erhöht die Umweltqualität

Wien (OTS) - "Abfallvermeidung ist das oberste Ziel der Wiener
Abfallwirtschaft. Auch für den Bau-Bereich gilt der Grundsatz:
Vermeiden, Wiederverwenden, Verwerten", betonte Umweltstadträtin
Dipl. Ing. Isabella Kossina anlässlich des Informationstages des
Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes (BRV): "Im Sinne einer
nachhaltigen Entwicklung konnten in Zusammenarbeit mit der
Baustoffindustrie und der Bauwirtschaft dabei wichtige Fortschritte
gemacht werden. Es gilt aber weiterhin, mit Rohstoffen und Energie
besonders sorgsam umzugehen, um die Ressourcenproduktivität zu
steigern. Damit kann die Umweltqualität für die Wienerinnen und
Wiener weiter gesteigert werden."***

Zahlreiche Projekte zur Baustoff-Verwertung

Allein in Wien werden pro Jahr rund 6,9 Millionen Tonnen
Baustoffe verbaut. Davon konnten im Jahr 2000 rund 36 Prozent, also
1,17 Millionen Tonnen, einer Verwertung zugeführt werden. Dazu hat
Wien zahlreiche Projekte zur Verwertung bzw. der Förderung der
Verwertung durchgeführt. Darunter fallen unter anderem

o das Projekt Aushub und Recyclingmaterial zur Verfüllung von
Rohrgräben einschließlich Verdichtungskontrolle
o das Projekt Richtlinien für eine umweltfreundliche

Baustellenlogistik (RUMBA), das sich unter anderem mit der
  Reduktion des Lkw-Schwerverkehrs auf Baustellen durch Einsatz
  der Bahn als Transportmittel und der Erstellung eines Leitfadens
  für eine umweltschonende Baustellenabwicklung beschäftigt
o Projekte zur Abfallvermeidung, die von der Stadt jährlich mit
  einer Gesamtsumme von fünf Millionen Euro gefördert werden, wie
  "Abfallvermeidung im Bausektor" und "Vermeiden von
  Baustellenabfällen in Wien".

Ziel: Weniger Staub beim Bauen

Ein besonderes Anliegen stellt für Wiens Umweltstadträtin die
Verringerung der Staubbelastung der Wiener Luft dar. Kossina: "Die
Stadt hat diesbezüglich bereits in der Straßenreinigung erfolgreiche
Maßnahmen gesetzt, aber auch der Baubereich kann wesentlich zur
Reduktion der Staubemissionen beitragen." Gedacht ist dabei an
Maßnahmen wie Staubabsaugung bei offenem Abkippen, die Einhausung
mobiler Aufbereitungsanlagen im Stadtgebiet oder das regelmäßige
Befeuchten von staublastigen Wegen.

Kossina abschließend: "Wichtig ist, dass sich alle an einem
Projekt Beteiligten ihrer Verantwortung auch für die Umwelt ständig
bewusst sind, das reicht von der ressourcenschonenden Planung und
Abfallvermeidung bis zur Einrichtung von Baustellen, die Mensch und
Umwelt nicht belasten. Ich bin zuversichtlich, dass die diesbezüglich
schon jetzt bestehende gute Zusammenarbeit der Stadt Wien mit
Baustoffindustrie und Baugewerbe in Zukunft noch weiter intensiviert
wird." (Schluss) wög

OTS0077    2004-03-24/10:39

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

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