Gehrer: Österreich mit Bildungsstandards und Qualitätsoffensive "klasse:zukunft" auf dem richtigen Weg

OECD-Bildungsministerkonferenz in Dublin im Zeichen der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Schule

Dublin, 20. März 2004 (ÖVP-PD) Die Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Schulen steht im Mittelpunkt der Konferenz der OECD Bildungsministerin in Dublin. Für die OECD ergibt sich aus der PISA-Erhebung, dass Bildungssysteme die Aufgabe haben, jene umfassenden Kompetenzen zu vermitteln, die in einer auf Wissen basierenden Gesellschaft notwendig sind. "Dabei kommt es auf die Qualität des Unterrichts, auf eine verlässliche Vermittlung der Kulturtechniken und auf eine gute gesamthafte Persönlichkeitsbildung an", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. "Österreich ist mit der Entwicklung von Bildungsstandards und der Qualitätsoffensive klasse:zukunft auf dem richtigen Weg".****

Für Österreich hat die PISA-Studie gezeigt, dass der Großteil der österreichischen Schülerinnen und Schüler gut lesen kann. Sie hat aber auch gezeigt, dass vier Prozent am Ende der Schulpflicht kaum lesen können, 10 Prozent Leseschwächen haben und 40 Prozent nicht zum Vergnügen lesen. Österreich hat deshalb die Initiative LESEFIT gestartet. Ziel der Initiative ist es die Zahl der Jugendlichen mit Leseschwierigkeiten zu halbieren und bei allen Kindern die Lust am Lesen zu stärken.

Der internationale Trend geht weg von der bloßen input-orientierten Kontrolle der Bildungsressourcen und Bildungsinhalte hin zur Ergebnisorientierung. In vielen Ländern werden deshalb Bildungsstandards entwickelt und eingeführt. Österreich ist bei der Entwicklung von Bildungsstandards im deutschsprachigen Raum führend. "Welche Grundkompetenzen ein Schüler an den Nahtstellen des österreichischen Schulsystems erreicht haben soll, soll in Zukunft durch Bildungsstandards festgemacht und überprüfbar werden", so Gehrer. Mit den Bildungsstandards wird eine neue Form der Vergleichbarkeit von Lernergebnissen und der Rechenschaftslegung im Bildungssystem etabliert. Sie sind auch eine Voraussetzung dafür, dass Österreich bei allen europa- und weltweit durchgeführten Vergleichsstudien bestehen kann. "Wir befinden uns in einem europäischen und weltweiten Wettbewerb, und wir wollen, dass unsere Schulen das Rüstzeug dafür haben, sich in diesem Wettbewerb in Spitzenpositionen zu behaupten", so Gehrer.

Das zweite große Thema der Konferenz, die Verbesserung der Qualität der Lehrkräfte und ihrer Arbeit wird auch in der derzeit in Österreich laufenden Diskussion im Rahmen der Qualitätsoffensive klasse:zukunft für eines der wichtigsten gehalten. "Entscheidend für die Qualität eines Bildungssystems ist die hohe Qualifikation der Lehrerinnen und Lehrer. Dabei geht es um die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte, aber auch um eine leistungsgerechte Bezahlung und die Einbindung bei der Weiterentwicklung des Schulsystems." Auch hier hat Österreich beispielsweise mit der Einführung des Jahressnormmodells für Pflichtschullehrerinnen und Lehrer, das auch eine verpflichtende Weiterbildung beinhaltet, den richtigen Weg beschritten. Mit den weiteren Maßnahmen, die der Professionalisierung und Stärkung des Lehrberufes dienen, wie beispielsweise der Intensivierung der Sprachkompetenzen in der Pflichtschullehrerausbildung und der Integration der neuen Medien, wird dieser gute Weg in Österreich fortgesetzt.

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