- 19.03.2004, 09:10:08
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Palliativmedizin: Hohe Versorgungsqualität in Vorarlberg
LR Bischof: Lebensqualität für Betroffene ist entscheidend
Bregenz (VLK) – "Palliativ Care" – die Pflege und Betreuung
von schwerstkranken und sterbenden Menschen – hat für
Gesundheitslandesrat Hans-Peter Bischof hohe Priorität. Die
Versorgungsqualität ist international anerkannt. Jetzt
sollen, so Bischof, die Grundlagen für die weitere
Vertiefung des Konzeptes "Für alle, die es brauchen"
geschaffen werden. ****
"Wir haben über Hausärzte, Krankenpflegevereine, Mobile
Hilfsdienste und Hospizbewegung im ambulanten Bereich sowie
mit Krankenanstalten und Pflegeheimen eine hochwertige
flächendeckende Betreuungsstruktur im stationären Bereich",
erklärt dazu Landesrat Bischof. Ihm ist es, besonders auch
auf Grund seiner jahrelangen Tätigkeit als Arzt, ein großes
Anliegen, die Lebensqualität auch für Menschen in der
letzten Lebensphase zu sichern.
Vor drei Jahren beauftragte das Land Vorarlberg das
"Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung"
(IFF) in Wien mit einer umfassenden Bedarfserhebung zur
palliativen Versorgung und der Definition von Zielsetzungen
zur Qualitätsentwicklung und –sicherung. Die im Konzept
vorgeschlagene Palliativstation wurde vor einem Jahr im
Landeskrankenhaus Hohenems eröffnet. Für die als zweiten
Schritt vorgeschlagenen "Support-Teams" liegen Konzepte
vor, die jetzt im Detail ausgearbeitet und deren Umsetzung
festgelegt werden müssen. Die palliative Betreuung und die
Hospizbegleitung sollen damit noch engmaschiger verknüpft
werden.
Hinsichtlich des Modellprojektes "Palliative Geriatrie"
sollen noch heuer erste Umsetzungsschritte durch die
Hospizbewegung und die ARGE Heim- und Pflegeleitungen
erarbeitet werden.
Bei der weiteren Umsetzung von "Palliative Care" in
Vorarlberg zeichnen sich jetzt mehrere Fragestellungen ab,
auf die jetzt wissenschaftlich abgesicherte Antworten
gefunden werden sollen. "Schwerkranken und Sterbenden in
der letzten Phase ihres Lebens eine möglichst hohe
Lebensqualität bieten zu können ist für uns eine wichtige
Aufgabe und Herausforderung, der wir uns stellen. Wir haben
deshalb das IFF mit einer Untersuchung beauftragt, wie wir
die integrierte palliative Versorgung noch weiter vertiefen
können", erklärt dazu Gesundheitslanderat Hans-Peter
Bischof. Damit sollen die betroffenen Menschen in noch
besserer Qualität betreut und eine "palliative Kultur" in
allen Versorgungsbereichen aufgebaut werden können.
(hh/ug,nvl)
OTS0028 2004-03-19/09:10
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