- 18.03.2004, 22:04:37
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Schüssel: "Die Beste für uns, die Beste für Österreich"
"Wir brauchen keine Hinsichtl'n und Rücksichtl`n, keine Zauderer und Zögerer"
Vösendorf, 18. März 2004 (ÖVP-PD)Dass die gesamte Führungsspitze der
ÖVP, alle Minister und Staatssekretäre und die Vertreter der
Teilorganisationen beim Wahlkampfauftakt anwesend seien, zeige, dass
die ÖVP geeint hinter ihrer Kandidatin für die
Bundespräsidentschaftswahl stehe, sagte ÖVP-Bundesparteiobmann
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel heute, Donnerstag, in seiner Rede
anlässlich des ÖVP-Wahlkampfauftaktes in der Pyramide in Vösendorf.
"Es geht um die Wahl der besten Persönlichkeit, darum, wer am besten
geeignet ist. Und deshalb stehen wir hinter dir, liebe Benita. Nicht
weil du eine Frau bist, sondern weil du die Beste bist, so Schüssel.
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"Die Bundespräsidentenwahl ist keine Parteiwahl, sondern eine
Persönlichkeitswahl", so Schüssel. Sie könne von keiner Partei
vereinnahmt werden. Heinz Fischer hingegen sei "der heimliche
Parteichef der SPÖ über Jahrzehnte. Er ist kein parteiunabhängiger
Kandidat. Er ist Parteiideologe und übrigens auch derjenige, der
einen gewissen Ausgrenzungskurs mitgetragen und gewissermaßen
miterfunden hat", so Schüssel. Das, so der Bundeskanzler, sei
legitim, aber man solle es offen aussprechen und auch dazu stehen.
Fischer gegenüber stehe die ÖVP-Kandidatin Dr. Benita
Ferrero-Waldner, die jahrelang in der Privatwirtschaft international
gearbeitet und gelernt habe, wie schwer es sei, Netzwerke zu knüpfen.
Später, im diplomatischen Dienst, sei ihm Ferrero-Waldner als "junge
Diplomatin aufgefallen, die für Österreich geglüht hat". 1995 habe er
Ferrero-Waldner gefragt, ob sie Staatssekretärin werden wolle. "Nach
24 Stunden hat sie ja gesagt. Das ist es was Österreich braucht:
Keine Hinsichtl`n und Rücksichtl`n, keine Zögerer und Zauderer,
sondern Menschen, die sich einsetzen für unser Land", so Schüssel.
Die Außenministerin habe stets die Interessen des Landes im
Blickpunkt gehabt, Partei- und Gruppeninteressen seien immer im
Hintergrund gestanden. "Gleichgültig welche Parteifarbe, gleichgültig
worum es geht, sie kämpft für Österreich, sie setzt sich für
Österreich ein. Das braucht dieses Land." Auch in der Zeit der
Sanktionen habe sie dafür gekämpft, dass Österreich in freier
demokratischer Wahl jene Regierung bilden dürfe, die es wolle.
Ferrero-Waldner habe auch dafür gekämpft, die Beobachtungsstelle für
Fremdenfeindlichkeit und Rassismus nach Wien zu bringen, sei aber bei
der Eröffnung ausgeladen worden. Sie sei trotzdem erschienen und habe
die richtige Antwort gegeben: "Eine brillante Antwort. Nämlich dafür
zu kämpfen, dass diese Beobachtungsstelle aufgewertet wird zu einer
gesamteuropäischen Menschenrechtsagentur."
Ein Außenminister habe eine wichtige Rolle in der Vertretung
der Republik nach außen. Ferrero-Waldner habe im Rahmen der
EU-Erweiterungsverhandlungen bewiesen, dass ihre Arbeit Optimismus
und Beharrlichkeit auszeichne. Erwähnenswert sei auch ihre
Vielsprachigkeit - "wenn man von Mensch zu Mensch sprechen kann,
öffnet dies die Herzen", so Schüssel, der auch Ferrero-Waldners
Engagement in Menschenrechtsfragen hervorhob.
"Mit eurer Stimmung, mit eurer Kraft, und mit deiner Art, auf
die Menschen zuzugehen, mache ich mir keine Sorgen", so Schüssel.
"Gewissen, Anstand, Fairness und Toleranz haben kein Parteimascherl.
Was aber nicht überall zu Hause ist, ist der Mut, in jeder Situation
das Rechte zu sagen, sei es genehm oder ungenehm", so Schüssel. "Es
ist ja interessant zu sehen, wer mutig gegen den Sprecher der
Sozialistischen Internationale Moscovici aufgetreten ist und wem es
die Rede verschlagen hat. Der Unterschied macht uns sicher. Da ist
jemand, der für dieses Land da ist", so der Bundeskanzler
abschließend
OTS0274 2004-03-18/22:04
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