Schüssel: "Die Beste für uns, die Beste für Österreich"

"Wir brauchen keine Hinsichtl'n und Rücksichtl`n, keine Zauderer und Zögerer"

Vösendorf, 18. März 2004 (ÖVP-PD)Dass die gesamte Führungsspitze der ÖVP, alle Minister und Staatssekretäre und die Vertreter der Teilorganisationen beim Wahlkampfauftakt anwesend seien, zeige, dass die ÖVP geeint hinter ihrer Kandidatin für die Bundespräsidentschaftswahl stehe, sagte ÖVP-Bundesparteiobmann Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel heute, Donnerstag, in seiner Rede anlässlich des ÖVP-Wahlkampfauftaktes in der Pyramide in Vösendorf. "Es geht um die Wahl der besten Persönlichkeit, darum, wer am besten geeignet ist. Und deshalb stehen wir hinter dir, liebe Benita. Nicht weil du eine Frau bist, sondern weil du die Beste bist, so Schüssel. ****

"Die Bundespräsidentenwahl ist keine Parteiwahl, sondern eine Persönlichkeitswahl", so Schüssel. Sie könne von keiner Partei vereinnahmt werden. Heinz Fischer hingegen sei "der heimliche Parteichef der SPÖ über Jahrzehnte. Er ist kein parteiunabhängiger Kandidat. Er ist Parteiideologe und übrigens auch derjenige, der einen gewissen Ausgrenzungskurs mitgetragen und gewissermaßen miterfunden hat", so Schüssel. Das, so der Bundeskanzler, sei legitim, aber man solle es offen aussprechen und auch dazu stehen.

Fischer gegenüber stehe die ÖVP-Kandidatin Dr. Benita Ferrero-Waldner, die jahrelang in der Privatwirtschaft international gearbeitet und gelernt habe, wie schwer es sei, Netzwerke zu knüpfen. Später, im diplomatischen Dienst, sei ihm Ferrero-Waldner als "junge Diplomatin aufgefallen, die für Österreich geglüht hat". 1995 habe er Ferrero-Waldner gefragt, ob sie Staatssekretärin werden wolle. "Nach 24 Stunden hat sie ja gesagt. Das ist es was Österreich braucht:
Keine Hinsichtl`n und Rücksichtl`n, keine Zögerer und Zauderer, sondern Menschen, die sich einsetzen für unser Land", so Schüssel.

Die Außenministerin habe stets die Interessen des Landes im Blickpunkt gehabt, Partei- und Gruppeninteressen seien immer im Hintergrund gestanden. "Gleichgültig welche Parteifarbe, gleichgültig worum es geht, sie kämpft für Österreich, sie setzt sich für Österreich ein. Das braucht dieses Land." Auch in der Zeit der Sanktionen habe sie dafür gekämpft, dass Österreich in freier demokratischer Wahl jene Regierung bilden dürfe, die es wolle. Ferrero-Waldner habe auch dafür gekämpft, die Beobachtungsstelle für Fremdenfeindlichkeit und Rassismus nach Wien zu bringen, sei aber bei der Eröffnung ausgeladen worden. Sie sei trotzdem erschienen und habe die richtige Antwort gegeben: "Eine brillante Antwort. Nämlich dafür zu kämpfen, dass diese Beobachtungsstelle aufgewertet wird zu einer gesamteuropäischen Menschenrechtsagentur."

Ein Außenminister habe eine wichtige Rolle in der Vertretung der Republik nach außen. Ferrero-Waldner habe im Rahmen der EU-Erweiterungsverhandlungen bewiesen, dass ihre Arbeit Optimismus und Beharrlichkeit auszeichne. Erwähnenswert sei auch ihre Vielsprachigkeit - "wenn man von Mensch zu Mensch sprechen kann, öffnet dies die Herzen", so Schüssel, der auch Ferrero-Waldners Engagement in Menschenrechtsfragen hervorhob.

"Mit eurer Stimmung, mit eurer Kraft, und mit deiner Art, auf die Menschen zuzugehen, mache ich mir keine Sorgen", so Schüssel. "Gewissen, Anstand, Fairness und Toleranz haben kein Parteimascherl. Was aber nicht überall zu Hause ist, ist der Mut, in jeder Situation das Rechte zu sagen, sei es genehm oder ungenehm", so Schüssel. "Es ist ja interessant zu sehen, wer mutig gegen den Sprecher der Sozialistischen Internationale Moscovici aufgetreten ist und wem es die Rede verschlagen hat. Der Unterschied macht uns sicher. Da ist jemand, der für dieses Land da ist", so der Bundeskanzler abschließend

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