• 15.03.2004, 20:37:05
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"Neues Volksblatt" Kommentar: "Sechs Wochen" (Von Christian Buchar)

Ausgabe vom 16. März 2004

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Linz (OTS) - Dass zuletzt zwischen ÖVP und SPÖ, Benita
Ferrero-Waldner und Heinz Fischer nicht wahlgekämpft wurde, lässt
sich wahrlich nicht behaupten. Seit gestern, mit der ersten
großflächigen Plakatserie der beiden Kandidaten, hat das Rennen um
die Bundespräsidentschaft quasi auch offiziell begonnen. Das Ergebnis
folgt - nach dem Aus Franz Fiedlers und der FPÖ - so gut wie fix im
ersten Wahlgang in knapp sechs Wochen.
Sechs Wochen, die nicht nur personell entscheidend sind, sondern auch
über das Ansehen des künftigen Staatsoberhaupts bestimmen. Einer
weiteren Periode Prestige-Verlust, wie er dem Amt - in diesem Fall
aus eigenem Verschulden - von Thomas Klestil beschert wurde, muss
daher jetzt schon im Wahlkampf entgegengehalten werden - nicht aus
Gründen der Personen, sondern drohender Schlammschlachten wegen. Wenn
bereits jetzt die Wahlkampf-Töne ziemlich rau werden, gefälschte
E-Mails die ÖVP-Kandidatin und gleichzeitig die niederösterreichische
Volkspartei offensichtlich diskreditieren sollen, ist der Ruf nach
einem Innehalten überfäl-
lig. Schmutzkübel passen nicht zum Wettlauf um das Amt des
Staatsoberhaupts.

OTS0205    2004-03-15/20:37

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