• 14.03.2004, 20:32:04
  • /
  • OTS0053 OTW0053

Kardinal König Haus: Der Name ist Programm

Zum Tod von Alterzbischof Kardinal DDr. Franz König

Wien (OTS) - "Die Nachricht vom Ableben unseres geschätzten
alterzbischofs Kardinal DDr. Franz König traf uns am Morgen des
Abschlusstages des zweiten "Lehrgangs für Weltreligionen" im Kardinal
König Haus. Wir spürten uns in diesem Moment besonders den Lebens-
und Glaubensanliegen des Namensgebers unseres Hauses verbunden. Sein
Name ist Programm", berichtet P. Richard Plaickner SJ, der Direktor
des Kardinal König Hauses.

Den Namen von Kardinal König trägt das Exerzitien- und Bildungshaus
Lainz, das Bildungszentrum der Jesuiten, seit 1997. Menschen mit
"Wissen, Gewissen und Gespür" zu fördern und sie in Exerzitien
geistlich zu begleiten, hat sich der Jesuitenorden in Wien-Lainz zur
Aufgabe gestellt. Kompetenze Aus- und Fortbildung für Führungskräfte
in Kirche, Staat und Wirtschaft waren aber auch Anliegen von Kardinal
König.

Dialog zwischen Konfessionnen, Religionen und Kulturen
Ein weiteres gemeinsames Anliegen im Bildungszentrum Wien-Lainz ist
der Dialog zwischen Konfessionen, Religionen und Kulturen. Die neue
Brücke zwischen der 1967 gebauten Konzilsgedächtniskirche
Lainz-Speising und dem 1999 neu eröffenten Kardinal König Haus ist
ein Symbol nicht nur für Kardinal Königs Intentionen, sondern auch
für viele Begegnungen im Laufe der Jahrzehnte zwischen den im
Ökumenischen Rat verbundenen Kirchen, zwischen den Weltreligionen und
den Menschen verschiedener Kulturen aus aller Welt.

Hospizbewegung und Palliative Care
Sozialmanagement, Palliative Care und spirituelle Begleitung sind
zusätzliche Schwerpunkt der 1999 neue gegründeten Kardinal König
Akademie. "Menschenwürde bis zuletzt" - dieses Ziel der
Hospizbewegung - hat Kardinal KÖnig mit großer Intensität gefordert.
Sowohl die persönliche Auseinandersetzung mit Leben und Sterben,
Krankheit und Tod, aber auch die Hilfe für die Pflege von
Schwerkranken waren ihm ein besonders Anliegen.

Bildung für unsere Kirche und unser Land
"Mit Interesse verfolge ich schon lange Zeitu die systematische
Bildungsarbeit in Ihrem Hause und freue mich, dass Sie dies noch
besser und umfangreicher tun wollen. Heute sind wir alle überzeugt,
dass Wissen und Bildung unserer Kirche und damit dem ganzen Lande
sehr viel nützt. Ich kann Sie nur bitten, am Ball zu bleiben, um die
bereits bewährte Tradition von Lainz weietrzuführen und weiter
auszubauen", schrieb der Kardinal im Jahre 1995 anlässlich der
Gründung des "Förderkreises Kardinal König Haus".

Ein großer Förderer, Freund und Wegweiser
All die Jahre hat Kardinal König die Tätigkeit des Bildungszentrums
mit großem Interesse verfolgt und durch Besuche und andere Zeichen
des Interesses begleitet: "Soweit es an mit liegt, will ich gerne
alles tun, um Sie zu unterstützen", sagte er P. Plaickner bei seinem
letzten Besuch im Haus einige Monate vor seinem Tod. Anlässlich des
Wiener Symposiums zum 100. Geburtstag von Karl Rahner wollte Kardinal
König am 21. März 2004 im Kardinal König Haus noch persönlich als
Zeitzeuge von seiner Zusammenarbeit mit seinem große Konzilsberater
erzählen, der einmal gesagt hat: "Ic habe immer Theologie betrieben
um der Verkündigung, um der Predigt um der Seelsorge willen". Die
beiden gropen Kirchenmänner des 20. Jahrhunderts sind und bleiben für
das Bildungszentrum der Jesuiten lebendige und ermutigende Wegweiser
in die Zukunft, so P. Plaickner.

OTS0053    2004-03-14/20:32

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel