Kardinal König Haus: Der Name ist Programm

Zum Tod von Alterzbischof Kardinal DDr. Franz König

Wien (OTS) - "Die Nachricht vom Ableben unseres geschätzten alterzbischofs Kardinal DDr. Franz König traf uns am Morgen des Abschlusstages des zweiten "Lehrgangs für Weltreligionen" im Kardinal König Haus. Wir spürten uns in diesem Moment besonders den Lebens-und Glaubensanliegen des Namensgebers unseres Hauses verbunden. Sein Name ist Programm", berichtet P. Richard Plaickner SJ, der Direktor des Kardinal König Hauses.

Den Namen von Kardinal König trägt das Exerzitien- und Bildungshaus Lainz, das Bildungszentrum der Jesuiten, seit 1997. Menschen mit "Wissen, Gewissen und Gespür" zu fördern und sie in Exerzitien geistlich zu begleiten, hat sich der Jesuitenorden in Wien-Lainz zur Aufgabe gestellt. Kompetenze Aus- und Fortbildung für Führungskräfte in Kirche, Staat und Wirtschaft waren aber auch Anliegen von Kardinal König.

Dialog zwischen Konfessionnen, Religionen und Kulturen
Ein weiteres gemeinsames Anliegen im Bildungszentrum Wien-Lainz ist der Dialog zwischen Konfessionen, Religionen und Kulturen. Die neue Brücke zwischen der 1967 gebauten Konzilsgedächtniskirche Lainz-Speising und dem 1999 neu eröffenten Kardinal König Haus ist ein Symbol nicht nur für Kardinal Königs Intentionen, sondern auch für viele Begegnungen im Laufe der Jahrzehnte zwischen den im Ökumenischen Rat verbundenen Kirchen, zwischen den Weltreligionen und den Menschen verschiedener Kulturen aus aller Welt.

Hospizbewegung und Palliative Care
Sozialmanagement, Palliative Care und spirituelle Begleitung sind zusätzliche Schwerpunkt der 1999 neue gegründeten Kardinal König Akademie. "Menschenwürde bis zuletzt" - dieses Ziel der Hospizbewegung - hat Kardinal KÖnig mit großer Intensität gefordert. Sowohl die persönliche Auseinandersetzung mit Leben und Sterben, Krankheit und Tod, aber auch die Hilfe für die Pflege von Schwerkranken waren ihm ein besonders Anliegen.

Bildung für unsere Kirche und unser Land
"Mit Interesse verfolge ich schon lange Zeitu die systematische Bildungsarbeit in Ihrem Hause und freue mich, dass Sie dies noch besser und umfangreicher tun wollen. Heute sind wir alle überzeugt, dass Wissen und Bildung unserer Kirche und damit dem ganzen Lande sehr viel nützt. Ich kann Sie nur bitten, am Ball zu bleiben, um die bereits bewährte Tradition von Lainz weietrzuführen und weiter auszubauen", schrieb der Kardinal im Jahre 1995 anlässlich der Gründung des "Förderkreises Kardinal König Haus".

Ein großer Förderer, Freund und Wegweiser
All die Jahre hat Kardinal König die Tätigkeit des Bildungszentrums mit großem Interesse verfolgt und durch Besuche und andere Zeichen des Interesses begleitet: "Soweit es an mit liegt, will ich gerne alles tun, um Sie zu unterstützen", sagte er P. Plaickner bei seinem letzten Besuch im Haus einige Monate vor seinem Tod. Anlässlich des Wiener Symposiums zum 100. Geburtstag von Karl Rahner wollte Kardinal König am 21. März 2004 im Kardinal König Haus noch persönlich als Zeitzeuge von seiner Zusammenarbeit mit seinem große Konzilsberater erzählen, der einmal gesagt hat: "Ic habe immer Theologie betrieben um der Verkündigung, um der Predigt um der Seelsorge willen". Die beiden gropen Kirchenmänner des 20. Jahrhunderts sind und bleiben für das Bildungszentrum der Jesuiten lebendige und ermutigende Wegweiser in die Zukunft, so P. Plaickner.

Rückfragen & Kontakt:

P. Richard Plaickner SJ
01.8047593-639
http://www.kardinal-koenig-haus.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0001