Gusenbauer schließt Koalition mit FPÖ nach den nächsten Nationalratswahlen nicht aus.

Wien (OTS) - Im Austria TopTalk auf ProSieben war Sonntag abend diesmal der SPÖ-Parteivorsitzende Dr. Alfred Gusenbauer zu Gast bei Dr. Helmut Brandstätter. Eine mögliche Zusammenarbeit von SPÖ und FPÖ in Kärnten und bundesweit wurde genauso erörtert wie die Gusenbauer-Förderung nach Abschaffung von Schulnoten.

Gusenbauer glaubt momentan nicht, dass SPÖ und FPÖ nach dem Ergebnis der Kärntner Landtagswahlen zusammenarbeiten werden:

"Ich glaube nicht, dass das eine Option ist. Ich bin nicht sicher, ob es in Kärnten zu einem Verhandlungsabschluss kommt. Im Wahlkampf lief die Auseinandersetzung vor allem zwischen SPÖ und FPÖ. (...) Es wird nicht einfach werden, zu einer Einigung zu kommen." (...) Gusenbauer weiter: "Ich bin gegen Probegalopps."
Austria TopTalk: Also wenn, dann nicht in Kärnten sondern gleich richtig?!
Gusenbauer: Die FPÖ ist eine Partei, die im Parlament vertreten ist und ich glaube, es liegt an der FPÖ zu beweisen, dass sie sich verändert hat."
Austria TopTalk: Wenn sie (FPÖ) sich verändert, kann sie dann Koalitionspartner sein?
Gusenbauer: "Die FPÖ war ja schon einmal 1983-1986 ein Koalitionspartner der SPÖ, aber das war eine andere FPÖ als heute."

Wenn sich 2006 herausstellen sollte, dass Gabi Burgstaller bei einer Nationalratswahl bessere Chancen als Gusenbauer hätte Schüssel zu schlagen, was würde Gusenbauer tun?

Gusenbauer: "Dann werden wir das freundschaftlich diskutieren. Es geht darum, dass wir in Österreich eine neue Regierung bekommen und die Sozialdemokratie wird mit jenem Kandidaten in die nächste Wahl gehen, der oder die am besten das sozialdemokratische Programm vertreten kann. Ich bin davon überzeugt, dass ich das kann, und ich werde das auch unter Beweis stellen. Wenn es aber andere Möglichkeiten gibt, bin ich der letzte, der nicht bereit ist, darüber zu diskutieren."

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