• 14.03.2004, 08:00:00
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"profil": Alpine-Geschäftsführer in Münchner Schmiergeldaffäre schwer belastet

Laut Wildmoser-Anwalt führte Aluta-Oltyan persönlich Verhandlungen über Provisionen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, wird Dietmar Aluta-Oltyan durch
Ermittlungsergbnisse in der Schmiergeldaffäre um das Münchener
Allianz-Stadion schwer belastet.

Der Geschäftsführer der Alpine Mayreder Bau GmbH soll mit Stefan
D., einem Schulfreund von Karl-Heinz Wildmoser junior, persönlich
Gespräche über Provisionszahlungen verhandelt haben. "Aluta-Oltyan
hat Gespräche über Provisionen geführt. Das geht aus den
Ermittlungsakten hervor", so Ulrich Ziegert, Anwalt von Karl-Heinz
Wildmoser junior gegenüber "profil". Allerdings habe es in diesem
Zusammenhang keine direkten Geldflüsse zwischen Aluta-Oltyan und den
Wildmosers gegeben.

Wildmoser junior ist Geschäftsführer der Stadion-Bauherrin
"Allianz Arena München Stadion GmbH". Über Stefan D. kam die Affäre
infolge einer Umsatzsteuer-Sonderprüfung ins Rollen. Die Alpine bzw.
einige ihrer Tochterfirmen sollen insgesamt 2,8 Millionen Euro an ihn
überwiesen haben - ausgewiesen etwa als "Beraterhonorare" oder
"Darlehen". Anschließend ging das Geld an die "Weißer Hirsch
Immobilien GmbH" in Dresden, eine Wildmoser-Firma mit
wirtschaftlichen Schwierigkeiten, weiter.

Horst Koch, Strafverteidiger von Aluta-Oltyan, bezweifelt, dass
sein Mandant Einfluss auf die Auftragsvergabe nehmen konnte: "Es
fragt sich, ob die Wildmosers bei der Vergabe überhaupt
entscheidungsbefugt waren", so Koch gegenüber "profil". "Der
Beschluss wurde von einem 17-köpfigen Gremium getroffen. Sollen die
alle bestochen worden sein?"

OTS0002    2004-03-14/08:00

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