- 12.03.2004, 09:36:35
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AKNÖ warnt vor zweifelhaften Jobangeboten
Wien (AKNÖ) – Findige Geschäftemacher setzen auf die Not
arbeitssuchender Menschen. In Inseraten bieten sie scheinbar sichere
Jobs an. Sie werben mit „schneller Aufstiegschance“, „flexibler
Arbeitszeit“ und „Superverdienst“. Die Konsumentenschützer der NÖ
Arbeiterkammer haben recherchiert und festgestellt, dass nur ein
Bruchteil dieser Jobangebote eine realistische Chance bietet,
tatsächlich einen Arbeitsplatz zu finden. „Besonders Frauen, die
aufgrund familiärer Betreuungspflichten nicht so mobil sind, werden
leicht Opfer von skrupellosen Geschäftemachern“, kritisiert AKNÖ-
Präsident Josef Staudinger.
Die dramatische Lage auf dem Arbeitsmarkt macht sich auch bei den
AKNÖ-Konsumentenschützern bemerkbar. Sie verzeichnen einen enormen
Zuwachs an Anfragen zu scheinbar lukrativen Nebenjob-Inseraten in
Zeitungen. Grund für die Konsumentenschützer, Stellenangebote in
Tages- und Wochenzeitungen, im Internet, bei Aushängen in
Supermärkten und auf Flyern, die auf die Windschutzscheibe geheftet
wurden, genauer unter die Lupe zu nehmen.
Das Resultat ist alles andere als erfreulich. Von 164
Stellenangeboten in den Rubriken „Diverses Personal“ und „Teilzeit“
in den Wochenendausgaben auflagenstarker Tageszeitungen konnten z.B.
lediglich 27 Anzeigen als vielversprechend verbucht werden –
vielversprechend insoferne, als sie Arbeitssuchenden tatsächlich
eine realistische Chance bieten, einen Arbeitsplatz findet.. Der
Großteil der Jobangebote war verbunden mit teuren Mehrwertnummern,
Angebote, die im Bereich der Strukturvertriebe angesiedelt sind oder
Angebote aus dem Bereich Erotik (Telefonhotline, Erotikmasseuse,
Kleindarsteller für Videoproduktionen). „Ebenso problematisch wie
die Mehrheit der Inserate, die wir in den Printmedien gefunden
haben, sind Jobangebote, wie man sie vielfach auf Flyern oder
Aushängen in Supermärkten findet. In vielen Fällen wird eine
schnelle Karriere bei Superverdienst und flexibler Arbeitszeit
versprochen“, meint Dr. Eva Schreiber, Leiterin der
Konsumentenberatung der NÖ Arbeiterkammer.
„Angesichts der schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt ist es kein
Wunder, dass so viele Menschen auf diese trügerischen Inserate
hereinfallen. Die Aussicht, arbeiten und endlich eventuelle Schulden
begleichen zu können, ist zu verlockend“, meint auch AKNÖ-Präsident
Josef Staudinger. Besonders Frauen, die aufgrund familiärer
Betreuungspflichten nicht mobil seien, werden leicht Opfer
skrupelloser Geschäftemacher. Denn für viele heißt es nach langen
Telefon- und Bewerbungsgesprächen nur: „Außer Spesen nichts gewesen.“
Tipps zu Nebenverdienstangeboten
Einige der Angebote für Neben- und Zusatzverdienste sind im Bereich
der Direkt- und Strukturvertriebe angesiedelt. Nach Ansicht der AK-
Experten sind diese Vertriebsstrukturen besonders bedenklich, da
einerseits die Produkte meist zu weit überhöhten Preisen angeboten
werden und andererseits familiäre und freundschaftliche Kontakte
ausgenützt werden sollen, um das Vertriebssystem auszubauen. Läuft
das Geschäft nicht wie erhofft, führt das vielfach nicht nur zu
finanziellen Problemen, sondern auch zum Zerbrechen von Beziehungen
und Freundschaften.
Tipps der AKNÖ zum richtigen Umgang mit Heimarbeit und
Nebenverdiensten:
· Auf keinen Fall mit Firmen Verträge eingehen, die eine
Abnahmeverpflichtung des Materials vorschreiben und dafür eine
Anzahlung verlangen.
OTS0053 2004-03-12/09:36
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