AUSSTELLUNG IM PARLAMENT: KÜNSTLERINNEN - GRENZENLOS VERNETZT Künstlerinnen aus vier europäischen Ländern zeigen ihre Werke

Wien (PK) - Anlässlich des Internationalen Frauentages und der baldigen Erweiterung der Europäischen Union fand heute in der Säulenhalle des Parlaments eine Ausstellung unter dem Titel "femina 2004 - grenzenlos", Frauen - Kunst - Austausch statt. Gezeigt werden die Arbeiten von insgesamt acht Künstlerinnen, von denen vier aus den Nachbarstaaten Slowenien, Slowakei und Ungarn kommen, und vier aus Österreich: Marianna Arvay-Cunderlikova (Slowakei), Terez Borza (Ungarn), Zvonka Simcic und Tanja Vujinovic (beide Slowenien), Waltraud Gschiel, Margarete Magistris, Maria Temnitschka und Sybille Uitz (alle Österreich). Gastgeber neben Nationalratspräsident Andreas Khol war der "Club alpha" unter seiner Obfrau Isabella Ackerl. Eröffnet wurde die Ausstellung von Bundesministerin Benita Ferrero-Waldner.

Zeitgleich mit der Präsentation im Parlament gibt es Ausstellungen mit Werken der vier Künstlerinnen aus den Beitrittsländern in den Wiener Galerien Club alpha, Galerie Haslinger und Siebensterngalerie. Die vier österreichischen Künstlerinnen können ihre Werke in Mikulov (Tschechische Republik), Budapest (Ungarn) und Slovenj Gradec (Slowenien) zeigen. Diese Gleichzeitigkeit soll den Beitritt der vier involvierten Länder symbolisieren, die Vernetzung via Internet unterstreicht die Verbundenheit und den Kulturaustausch über die Grenzen hinweg.

In seiner Begrüßungsansprache bezeichnete es Nationalratspräsident Khol als eine großartige Idee, Kunst und den europäischen Gedanken miteinander zu vereinen. Die Erweiterung der Europäischen Union mit dem Frauentag in Verbindung zu bringen, zeige, was Künstlerinnen zur Gestaltung der Umwelt kulturell beitragen können. Diese Ausstellung sei eine Demonstration von Kultur in einem größeren europäischen Raum, den wir ab dem 1. Mai erleben dürfen.

Bundesministerin Benita Ferrero-Waldner unterstrich die Wichtigkeit, mitteleuropäische Kultur zu vermitteln. Sie habe deshalb auch das Projekt "culture for enlargement" ins Leben gerufen. Auch das Konzept der regionalen Partnerschaft im Interesse eines intensiveren Kontakts unter den Nachbarstaaten sei von ihr vor drei Jahren entworfen worden. Das seien zwei Beispiele für ihre Bemühungen, Personen zusammenzubringen. Ganz wichtig sei es ihr aber, Frauen aus verschiedenen Ländern miteinander in Kontakt zu bringen. Deshalb unterstütze sie alle Initiativen, das Netzwerk, das die im Amt befindlichen 19 Außenministerinnen geschaffen haben, auf andere Ebenen herunter zu brechen. Sie sei daher sehr froh, diese Ausstellung, die Künstlerinnen aus vier Staaten gewidmet sei, eröffnen zu dürfen.

Bundesministerin Maria Rauch-Kallat betonte den verbindenden Charakter der Kunst und die Wichtigkeit der Öffentlichkeit für Künstlerinnen und Künstler. Gerade Frauen seien in der Vergangenheit auch in diesem Bereich Männern gegenüber benachteiligt gewesen, wogegen man ankämpfen müsse. Das Projekt "femina 2004 - grenzenlos" gebe Frauen die notwendige Öffentlichkeit und dieses Projekt passe angesichts der EU-Erweiterung genau in die heutige Zeit hinein.

Die Obfrau des Club alpha und Organisatorin der Ausstellung, Isabella Ackerl, bezeichnete diese als ein multilaterales und internationales Projekt, das in beeindruckender Weise zeige, was Frauen leisten können. Auch ihr sei es ein Anliegen, Künstlerinnen und ihren Werken Raum zu geben, und dass dafür das Parlament Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt habe, freue sie besonders. Für das Verständnis moderner Kunst sei es das wichtigste, schauen zu lernen. Ackerl appellierte daher, durch Schauen die Kunstrezeption zu demokratisieren. Auch aus diesem Grund sei das Parlament der richtige Ort für eine solche Schau von Kunstwerken.

Die Ausstellung ist in der Zeit vom 10. bis zum 16. März im Rahmen der Parlamentsführungen zu besichtigen. (Schluss)

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