Implantierbare Defibrillatoren von Medtronic reduzieren Todesfälle um 23 Prozent - Belegt die Bisher Größte ICD-Studie / SCD-HeFT (Sudden Cardiac Death in Heart Failure Trial)

Düsseldorf (OTS) - Menschen, die an Herzinsuffizienz leiden, leben länger, wenn sie einen implantierbaren Cardioverter-Defibrillator (ICD) erhalten. Das belegen die nun veröffentlichten Ergebnisse der bisher größten ICD-Studie. Die Reduzierung der Mortalitätsrate beträgt 23 Prozent durch die Implantation eines ICD gegenüber denjenigen Patienten mit mittelschwerer Herzinsuffizienz, die keinen Defibrillator erhielten.

"Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass eine einfache Defibrillator-Implantation das Leben von Patienten mit mittelschwerer Herzinsuffizienz verlängert", so der Direktor und klinische Leiter der Studie Dr. Gust H. Bardy anlässlich des 53. wissenschaftlichen Kongresses des American College of Cardiology (ACC) in den USA.

Implantierbare Defibrillatoren werden viel zu wenig eingesetzt, insbesondere da sie einen plötzlichen Herztod zu 99 Prozent verhindern. Trotz ihrer nachgewiesenen Wirksamkeit erhalten in Europa weniger als 10 Prozent der Patienten mit entsprechender Indikation diese Geräte. Das Ergebnis ist eine epidemieartige Anhäufung unnötiger Todesfälle durch Herzstillstand.

"Der wichtigste Aspekt der SCD-HeFT Studie ist der Nachweis der Bedeutung der ICD-Therapie bei der Behandlung von Herzinsuffizienz. Die ICD-Therapie repräsentiert nun den bedeutsamsten Vorteil für Herzinsuffizienz-Patienten seit der Einführung der Standard of Care Therapie ACE-Hemmer und Betablocker vor 20 bzw. 10 Jahren", so Dr. med. Michael Achtelik, Therapie Manager von Medtronic in Deutschland.

SCD-HeFT ist eine placebo-kontrollierte, dreiarmige Studie, in der die ICD-Therapie und die medikamentöse Antiarrhythmika-Therapie bei Patienten mit mittelschwerer Herzinsuffizienz (New York Heart Association Klasse II oder III) und eingeschränkter Pumpfunktion des linken Ventrikels untersucht wurde.

Herzinsuffizienz ist eine häufige, chronische und invalidisierende Erkrankung mit extrem schlechter Prognose, die Überlebensrate ist schlechter als bei den meisten Krebsarten. Schätzungen zufolge sind in den fünf größten Staaten Europas (Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien) etwa 3 Millionen Menschen von systolischer Herzinsuffizienz betroffen. Die häufigste Todesursache ist der plötzliche Herzstillstand, mindestens jeder dritte Patient mit Herzinsuffizienz trägt ein erhöhtes Risiko für einen plötzlichen Herzstillstand. Der American Heart Association zufolge ist ein plötzlicher Herzstillstand bei Patienten mit Herzinsuffizienz sechs-bis neunmal häufiger als in der Allgemeinbevölkerung.

Medtronic Inc. (http://www.medtronic.com) mit Firmensitz in Minneapolis ist das weltweit führende Unternehmen auf dem Gebiet der Medizintechnik und entwickelt Langzeitlösungen für Patienten mit chronischen Erkrankungen. Medtronic GmbH in Deutschland hat ihren Sitz in Düsseldorf.

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