• 10.03.2004, 11:11:22
  • /
  • OTS0092 OTW0092

Causa Lainz: Hauptverband fordert mehr Mitspracherecht

Lainz ist kein Einzelfall

Wien (OTS) - Die im Hauptverband für den Krankenanstaltenbereich
zuständige Geschäftsführerin Mag. Beate Hartinger forderte heute
anlässlich der Diskussion um die politische Verantwortung für die
strukturellen Mängel im Pflegebereich mehr Mitspracherecht für die
Sozialversicherung. "Derzeit hat die Sozialversicherung in diesem
Bereich nichts zu melden. Wir dürfen gerade noch die Rechnung für die
Fehlleistungen der Länder übernehmen", so Hartinger.

Die Experten der Qualitätssicherung im Hauptverband kritisieren
seit langem die strukturellen Mängel im intramuralen Bereich.
"Während wir europaweit höchste Akutbettenzahlen verzeichnen, fehlen
den verantwortlichen Ländern österreichweit rund 10.000 Betten im
Pflegebereich. Verständlich, dass die vorhandenen Einrichtungen
überbelegt sind und sich das Personal in den Krankenstand flüchtet",
so Hartinger weiter.

Ursachen gibt es laut Hartinger mehrere: Zum einen werden von den
Landespolitikern Argumente der Struktur- und Prozessqualität vielfach
stiefmütterlich behandelt, wenn Bürgermeister der eigenen Fraktion
sich eine neues Krankenhaus wünschen. Zum anderen können sich die
weisungsgebundenen Beamten der Qualitätssicherung in den Ländern nur
selten durchsetzen, wenn der zuständige Landesrat eine neue
spitzenmedizinische Einrichtung eröffnen will.

"Die Sozialversicherung ist nur der qualitativ hochwertigen
medizinischen Versorgung der Patienten verpflichtet, und wird daher
immer bessere Ergebnisse für die Patienten liefern, als Politiker die

OTS0092    2004-03-10/11:11

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHS

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel