- 08.03.2004, 16:11:53
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VP-Lakatha: ÖVP-Foderungen im Pflegebereich sind jetzt Häupls Lösungsvorschläge
Wien (VP-Klub): "Neun Monate hat Bürgermeister Häupl gebraucht, um
die aufgedeckten Missstände in städtischen Geriatriezentren zu
realisieren. Jetzt endlich kündigt er Verbesserungsmaßnahmen an, die
mit den Forderungen der ÖVP-Wien nahezu ident sind", betont
ÖVP-Wien Landtagsabgeordnete Ingrid Lakatha anlässlich
diesbezüglicher Aussendungen.
Seit Jahren warnt die ÖVP-Wien vor Missständen im städtischen
Pflegebereich. Auch die Gewerkschaft, Bedienstete, Angehörige,
PflegeheimbewohnerInnen und die anderen Oppositionsparteien hätten
immer wieder auf Mängel hingewiesen. "Bisher wurde von der
zuständigen Stadträtin, ohne den Tatsachen nachzugehen, alles
schöngefärbt. Von echten Konsequenzen war bisher nicht die Rede", ist
Lakatha über die Untätigkeit der zuständigen SP-Stadtregierung
erbost.
Systemfehler im städtischen Pflegeheimbereich seit langem
bekannt
"Von der zugesagten und heute wieder bestätigten Pflegemilliarde ist
noch immer kein einziger Euro zu sehen. Die Systemfehler, wie
beispielsweise die "Kollegiale Führung", die dauernde
Verantwortungsabschiebung, die Verzögerung von Entscheidungen und
leider auch fragwürdige Personalentscheidungen sind seit dem ersten
Sitzungstag der Untersuchungskommission zu diesem Thema
augenscheinlich. SP-Kollege Deutsch versucht zwar immer noch die
politische Verantwortung seiner Genossen zu leugnen, aber endlich
nimmt der Bürgermeister dazu Stellung", kritisiert Lakatha. Die
ÖVP-Abgeordnete fordert endlich Lösungen und keine weiteren
Diskussionen. Diese würden immer wieder zum gleichen Ergebnis führen.
ÖVP-Wien Forderungen wurden bisher vernachlässigt
"Langjährige ÖVP-Wien Forderungen, die Pflege möglichst lange in
gewohnter Umgebung durchzuführen, den Ausbau von zusätzlich nötigen
Nachbarschaftshilfezentren, die mobile Seniorenbetreuung und die
massive Aufstockung sogenannter Senioren-Wohngemeinschaften in allen
Bezirken zu forcieren, werden erst jetzt vom Bürgermeister als
Lösungen angekündigt. Auch die Verkürzung der täglichen Arbeitszeit
im Pflegebereich von derzeit durchgehend 12 Stunden oder etwa die
freiwillige "Job-Rotation" sind langjährige - bisher -unbeachtete
Forderungen", kritisierte Lakatha weiter.
"Es klingt gerade zu wie ein Hohn, wenn Häupl ein Programm in einer
Pressekonferenz ankündigt, dass bis zum Sommer (!) ausgearbeitet
werden soll", betonte Lakatha und fordert abschließend: "Die SP-Wien
Mitglieder der Untersuchungs-Kommission sollen den Fortgang der
Untersuchungskommission nicht mehr hinauszögern. Lösungen müssen
unverzüglich umgesetzt werden!"
OTS0181 2004-03-08/16:11
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